Mitglieder stellen sich vor
Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit
MiSO e. V.
Eindrücke vom World-Café bei kargah am 29.11.2016
02.12.2016
Vier Länder, vier Diskussionsrunden. Es ging am letzten Dienstagabend bei kargah um die Menschenrechtslage im Iran, in Türkisch-Kurdistan, Vietnam und der Ukraine. ReferentInnen aus vier MiSO-Mitgliedsvereinen mit kurzem Input zum jeweiligen Land, danach Aussprache an vier Tischen mit wechselnden TeilnehmerInnen. Ein Versuch, mit der Methode World-Café „einen tieferen Einblick in aktuelle politische Debatten zu bieten“, so der Anspruch der Veranstaltung.
Ferdos Mirabadi
Ferdos Mirabadi

Nach der Begrüßung durch Jan-Egil Gubenis vom MiSO-Netzwerk machte Ferdos Mirabadi von kargah den Anfang. Eindrucksvoll ihr Bericht zur Lage im Iran seit Gründung der Islamischen Republik im Jahr 1979. „Menschenrechtsverletzungen, Folter und Mord sind charakteristisch für das iranische Regime“, so Mirabadi: „Seit Jahren beobachten wir 'schleichende Tode' in den Gefängnissen.“ Eine umfassende Zensur und Kontrolle der Medien werde durch eine „starke Religion“ legitimiert.

Eine Vertreterin von NAV-DEM Hannover e.V. berichtete über die Situation in Kurdistan, das sich über vier Staatsgebiete (Türkei, Syrien, Irak und Iran) erstreckt. 40 bis 60 Millionen Kurden leben hier, viele aber auch in der Diaspora. Im türkischen Teil habe die Diskriminierung der Kurden seit Sommer 2015 eine „neue Qualität“. Kurdische Städte würden belagert und zerstört, es gäbe zahlreiche zivile Opfer des türkischen Militärs. Nach dem Putsch im Juli 2016 sei es zu einer regelrechten „Hexenjagd“ auf Regimekritiker gekommen: „Die Türkei ist ein Gefängnisstaat geworden.“

Dang Chau Lam (links)
Dang Chau Lam (links)

Dang Chau Lam vom Vietnamzentrum Hannover sprach über die Entwicklung seines Landes nach der Beendigung des Vietnamkrieges 1975: „Für Urlauber ein wunderschönes Land, aber hinter der Fassade keine Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit. Im „roten Kapitalismus“ gäbe es eine immense Korruption, so Lam, ohne Schmiergeld ginge im Land gar nichts mehr: „Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich immer weiter.“

Zum Abschluss referierte ein Vertreter vom Ukrainischen Verein in Niedersachsen über sein Heimatland, das einer Okkupation ausgesetzt ist: „Die Ukrainer wollen ein freies Volk sein und keine Abhängigen“. Durch die Annexion der Krim im März 2014 nach der handstreichartigen Eroberung durch die „grünen Männchen“ und die durch fremden Streitkräfte unterstützten Separatisten im Donbass gäbe es massive Menschenrechtsverletzungen. Dokumentiert seien Folter und Mord von Gefangenen, Übergriffe auf Krimtataren und der Missbrauch von Frauen als Sexsklavinnen.

50 Menschen diskutierten heftig
50 Menschen diskutierten heftig

In den anschließenden Diskussionen am Tisch über die vorgestellten Länder ging es zum Teil hoch her. Manche Position blieb nicht ohne Widerspruch. Das galt für die Zukunft Kurdistans – Föderalismus oder Autonomie – ebenso wie für die Situation in der Ukraine. Erwähnenswert noch, dass sich auch der ukrainische Generalkonsul aus Hamburg an der Debatte beteiligte. Auch wenn nur vier Länder behandelt werden konnten: Ein interessanter Abend für die rund 50 TeilnehmerInnen.

(wobe)

Bericht von einem kurzweiligen Spiele-Nachmittag auf dem Faustgelände
21.06.2017
Die TeilnehmerInnen des Spielenachmittags flüchteten sich vor den hohen Außentemperaturen ins Innere der IIK und verbrachten den Nachmittag mit einem Kartenspiel. Zur Erfrischung gab es Wassermelone und frischen Eistee. Dieses Mal wurde Tarneeb gespielt, das seinen Ursprung im Libanon hat und in verschiedensten Versionen in vielen Ländern des mittleren Ostens beliebt ist. Der Name „Tarneeb“ bedeutet im Arabischen „Trumpf“, was im Wesentlichen auch das Spiel selbst beschreibt. Dieses Spiel wird in Paaren von zwei Personen gespielt. Jedes Paar erhält 20 Karten. Ziel ist es, diese Karten als erstes Team abzuwerfen. Die TeilnehmerInnen genossen den kurzweiligen, kühlen Nachmittag und freuen sich jeden zweiten Dienstag im Monat über interessierte MitspielerInnen!

Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK e.V.)
Zur Bettfedernfabrik 1, D-30451 Hannover, Tel. 0511 440484
Mehrsprachige Kunstwerkstatt für Kreative mit und ohne Fluchtgeschichte
16.06.2017
Wir sind eine Kunstwerkstatt für alle Kreativen, Neuankömmlinge und weiteren Stadteilbewohner*innen, für Jung und Alt, verschiedensprachige Menschen. In drei Workshops stellen professionelle Künstler*innen jeweils an zwei Tagen ihre Arbeiten vor und geben eine praktische Einführung in ihre Kunst. Wir bieten Raum für mehrsprachiges, künstlerisches Arbeiten und sind offen für alle! Die Workshops können in mehreren Sprachen stattfinden. Unsere Leiter*innen sprechen zusammen mehr als fünf Sprachen!

Collagekunst mit Jwan Al Khalaf:
Fr, 25.8., 16 - 19 Uhr & Sa, 26.8., 14 -17 Uhr
Jwan Al Khalaf (1983) hat Bildende Kunst in Damaskus studiert. In seinem Workshop spricht er über die Verbindung von der Collage als Kunstform und politisches Medium. In einem anschließenden praktischen Teil entstehen eigene Collagen in Verbindung mit Malerei oder Zeichnung.

Freie Malerei mit Elham Emambakhsh:
Fr, 15.9., 16 - 19 Uhr & Sa, 16.9. 14 - 17 Uhr
Elham Emambakhsh (1987) ist eine professionelle Künstlerin, die in Teheran studiert und in vielzähligen Städten ausgestellt hat. An den zwei Tagen wird sie eine Einführung in verschiedene Techniken des freien Malens geben und mit den Teilnehmenden eine eigene kleine Bilderreihe zu einem gemeinsamen Thema entwickeln.

Schreibwerkstatt für Frauen mit Mahabad Allaie:
Fr, 29.9., 17 - 19 Uhr & Sa, 30.9., 11 - 13 Uhr
Mahabad Allaie ist Autorin und Übersetzerin. Sie setzt sich für mehrsprachige Poesie ein und spricht selbst mehr als fünf Sprachen. In ihrer offenen Schreibwerkstatt gibt sie Frauen den Raum, ihre eigene Textform und Sprache zu finden. Es können Gedichte, Prosa oder journalistische Texte und vieles mehr entstehen.
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Anmeldung unter:
Laura Heda
Mail: laura.heda@kargah.de
Tel: 0511 12607827

Adresse: kargah e.V.
(In der Atelieretage auf dem Faustgelände / über dem Flüchtlingsbüro)
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
Theatervorführungen auf russisch im Freizeitheim Vahrenwald
29.05.2017
Die Theatergruppe „Version und Varianten“, der Direktor und der Gründer Herr Sergei Sirotkin, und die Tanzgruppe „Legende“, Leiterin Frau Julija Vulikh, waren am 26. März und am 14. Mai 2017 mit Aufführungen des Theaterstückes „Ruslan und Ludmila“ im Freizeitheim Vahrenwald zu Gast. Der Autor des Textes ist Herr Sergei Sirotkin, die Regie liegt bei Frau Natalija Demidova und Frau Julija Vulikh.

Das Theaterstück für Erwachsene ist eine originale Version des berühmten russischen Märchens „Ruslan und Ludmila“. Die Handlung spielt im alten Russland unter der Regierungszeit des Kiewer Großfürsten Wladimir. Dieser freut sich an der Hochzeit seiner schönen Tochter Ludmila und des tapferen adligen Ritter Ruslan, die einander sehr lieben. Urplötzlich wird gerade bei der Hochzeit die Braut Ludmila vom bösen Zauberer Tschernomor entführt. Der traurige Großfürst Wladimir verspricht Ludmila dem Ritter als Braut zu geben, der sie ihm zurückgeben wird.


28.06.
Jeden Mittwoch findet zwischen 17 und 19 Uhr bei Faust eine Kochaktion statt, bei der alle herzlich eingeladen sind, die Lust haben zu kochen und sich dabei gut unterhalten wollen. Selbstverständlich bio, saisonal und vegan.
Präsentiert von: FAUST e. V.
ab 17 Uhr
Eintritt: frei; Spende erbeten
Kulturzentrum Faust
Wissenschaftsladen
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
30.06.
Immer freitags ab 17 Uhr in der Eilenriede im Rahmen des kostenlosen Angebots "Sport im Park – ganz Hannover ist ein Sportraum für alle".

Präsentiert von: Tolstoi e. V. Hannover
17 Uhr
Eintritt: frei
Haltestelle Zoo
Endpunkt Stadtbahnlinie 11
MiSO e. V.
08.07.
Für dieses Jahr ist in Zusammenarbeit mit dem Jugend Ferien-Service der Landeshauptstadt Hannover die Projektwoche Dual VET 2017 (Vocational Education and Training) von Samstag, 08. Juli bis Samstag, 15.Juli 2017 im Feriendorf Eisenberg „Günter Richta“ Kirchheim/Hessen geplant (http://www.foerderverein-eisenberg.de).

Präsentiert von: MiSO e. V.
8. bis 15. Juli 2017
Eintritt: frei
Zielgruppe: Junge Geflüchtete im Alter von 18 bis 26 Jahren
Feriendorf Eisenberg
Kirchheim (Hessen)
18.07.
„Die Stimme gilt als Spiegelbild unserer Seele“. Den Zauber eigener Stimme entdecken und sich selber mit einer Fröhlichkeit gesund und glücklich singen!
Präsentiert von: LMDR e. V.
16 - 18 Uhr
Eintritt: frei
Ev.-luth. Epiphanias-Kirchengemeinde
Hägewiesen 117
30657 Hannover
Telefon: 0511 - 579097
© Foto: kargah
11.08.
Auch dieses Jahr bieten wir wieder ein vielfältiges und buntes Kinderfest auf dem Spielplatz in der Stärkestraße (Linden-Nord) an.
Präsentiert von: kargah e. V.
15 bis 18 Uhr
Eintritt: frei
25.08.
Jwan Al Khalaf (1983) hat Bildende Kunst in Damaskus studiert. In seinem Workshop spricht er über die Verbindung von der Collage als Kunstform und politisches Medium.
Präsentiert von: kargah e. V.
16 - 19 Uhr
Eintritt: frei
Sprache: mehrsprachig
kargah e.V.
(In der Atelieretage auf dem Faustgelände / über dem Flüchtlingsbüro)
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
15.09.
Fr, 15.9., 16 - 19 Uhr & Sa, 16.9. 14 - 17 Uhr
Elham Emambakhsh (1987) ist eine professionelle Künstlerin, die in Teheran studiert und in vielzähligen Städten ausgestellt hat.
Präsentiert von: kargah e. V.
16 - 19 Uhr
Eintritt: frei
Sprache: mehrsprachig
kargah e.V.
(In der Atelieretage auf dem Faustgelände / über dem Flüchtlingsbüro)
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Anmeldung unter:
Laura Heda
Mail: laura.heda@kargah.de
Tel: 0511 12607827
29.09.
Fr, 29.9., 17 - 19 Uhr & Sa, 30.9., 11 - 13 Uhr
Mahabad Allaie ist Autorin und Übersetzerin. Sie setzt sich für mehrsprachige Poesie ein und spricht selbst mehr als fünf Sprachen.
Präsentiert von: kargah e. V.
17 - 19 Uhr
Eintritt: frei
kargah e.V.
(In der Atelieretage auf dem Faustgelände / über dem Flüchtlingsbüro)
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

© 2017 MiSO-Netzwerk Hannover e. V.