MiSO e. V.
Das vom MiSO-Netzwerk durchgeführte Projekt samo.fa unterstützt bei der Flüchtlingsarbeit
30.09.2016
Samowar? Punkt fa. Sofa, Mofa? Eine Internet-Adresse? Nein: Ein aus Bundesmitteln gefördertes Projekt der „Flüchtlingsarbeit“. Samo.fa soll die Aktiven aus Migrantenorganisationen unterstützen. Hierfür steht Geld zur Verfügung. Und auch entsprechendes Knowhow.

Das Projekt samo.fa läuft seit letztem März, befristet zunächst bis zum Jahresende 2016. Über eine Verlängerung soll noch im Oktober entschieden werden. Träger ist NEMO e.V., der Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen. In Hannover ist das MiSO-Netzwerk für das Projekt zuständig.

„Es geht bei samo.fa um das Alleinstellungsmerkmal der Migrantenorganisationen“, sagt Ansprechpartnerin Anke Tholen: „Die haben eigene Erfahrungen mit Flucht und Migration und bieten einen Ort von Vertrautheit und Schutz“.

Unterstützt werden auf Antrag alle 150 hannoverschen Migrantenorganisationen, nicht nur die MiSO-Mitglieder. „Wir wollen keine Konkurrenz machen, sondern ergänzende Angebote“, heißt es beim samo.fa-Team. Wichtig seien Beiträge zur weiteren Vernetzung. Bisher wurden zwei Veranstaltungen durchgeführt: Anfang August zu Asyl- und Ausländerrecht bei kargah, im September bei NavDem über Fremdsprachenunterricht.

Geplant ist am 21. Oktober - mit Fortsetzung am 18. November 2016 - das Thema „Interkulturelle Kompetenz“, diesmal in der MiSO-Zentrale am Mengendamm 12. Weitere Termine sind angedacht. „ Es soll dabei nicht nur um Schulungen gehen“, meint Ansprechpartnerin Charlotte Randier, „unterstützenswert sind zum Beispiel auch kreative, kulturelle Veranstaltungen.“

(wobe)

Foto: Seminar Sprachunterricht bei NavDem

Ansprechpartnerinnen samo.fa:

Charlotte.Randier@miso-netzwerk.de & Anke.Tholen@miso-netzwerk.de

MiSO-Netzwerk Hannover e.V.
Mengendamm 12
30177 Hannover
Tel.: (0511) 54 57 19 53

Infoveranstaltung: Einblicke und Antworten zum Familiennachzug
28.05.2018
Vielen Geflüchteten wird das Recht auf ein Zusammenleben mit Familienangehörigen verweigert. Unter dem Motto „Familie Willkommen“ wurde darüber im Kulturzentrum Faust diskutiert.

„Willkommenskultur geht nicht ohne Familiennachzug“, sagt Lipi Mahjabin Ahmed in ihren Begrüßungsworten. Die von ihr geleitete Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK e.V.) hatte am 23. Mai 2018 in die Faust-Warenannahme geladen. Zusammen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und dem Kulturzentrum Faust. „Wir wollen einen Einblick geben in die Lebenswirklichkeit der betroffenen Geflüchteten“, heißt es in der Einladung zur Veranstaltung, „und stellen Geschichten vor von Menschen, die ihre Familie wiedergefunden haben – oder auch nicht“.

„Hoffnung wechselt sich ab mit Zweifeln“ - so Tagebuchnotizen eines syrischen Flüchtlings, die zu Beginn der Veranstaltung verlesen werden. Ergreifende Einzelschicksale voller Zerrissenheit und Not: „Wenn ich nach Afghanistan zurückkehre, bin ich innerhalb eines Tages tot“, hat ein anderer notiert. Immer wieder geht es bei den Betroffenen um das Zusammensein mit den Angehörigen, um die Wichtigkeit des familiären Zusammenhalts. Für viele Geflüchtete ein unerfüllter Traum.

Über die „Praxis der Verhinderung zur Herstellung der Familieneinheit“ spricht Karim Alwasiti vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in seinem einleitenden Vortrag: „Es wird alles dafür getan, möglichst wenig Visa erteilen zu müssen.“ Lange Bearbeitungszeiten und hohe bürokratische Hürden seien normal, wenn Geflüchtete Anträge auf Familiennachzug stellten. Nur Asylberechtigte nach Grundgesetz oder nach Genfer Konvention Anerkannte genießen volle Rechte. Der Rechtsanspruch auf Familiennachzug für alle anderen - es handelt sich derzeit um ca. 205.000 „subsidiär geschützte“ Personen - ist seit 2016 ausgesetzt. Die Große Koalition hat sich allerdings darauf verständigt, dass ab August 2018 monatlich bis zu 1000 Angehörige – plus Härtefälle – einreisen dürfen. Alwasiti: „Dieser Gesetzentwurf ist ein Schlag ins Gesicht aller Unterstützer!“

„Niemand in meiner Partei ist mit diesem Kompromiss zum Familiennachzug glücklich“, räumt Yasmin Fahimi (SPD) ein: „Ich will alle hier ermuntern, eine laute Stimme zu sein“. Die prominente hannoversche Bundestagsabgeordnete eröffnet mit starken Worten die von Kai Weber, dem Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Niedersachsen, moderierte Podiumsdiskussion. „Das Maß der Unmenschlichkeit, das wir auf diesem Planeten erleben, ist unerträglich,“ sagt Fahimi. Und zum Thema Asyl: „ Die Stimmung ist dramatisch gekippt!“

„Jetzt haben wir viele Rückschläge. So wird die Integration nicht laufen. Dabei haben wir davon geträumt, in Deutschland eine Perspektive zu haben“, so der Diskussionsbeitrag von Fahad Al-Hutaimi, einem anerkannten Flüchtling aus Syrien: „Wir haben allen Respekt der deutschen Gesellschaft gesehen. Wir reden über Werte und über Humanität. Aber wir haben das nicht geschafft!“

Benedikt Behlert von der Uni Bochum kommentiert den Gesetzentwurf der Großen Koalition zum Familiennachzug als weitere Restriktion in Folge der bereits verabschiedeten „Asylpakete“. Der weitere Verlauf der Diskussion gleitet ins Parteipolitische ab, die ehemalige SPD-Generalsekretärin Fahimi dominiert die Debatte. Sie beschwört „Integration und Zusammenhalt in unserem Land“ und wird aus dem Publikum heraus von einer Linken-Aktivistin polemisch angegriffen. Ein schönes Schlusswort spricht Flüchtling Al-Hutaimi: „Deutschland ist bunt und wir gehören dazu!“

Wolfgang Becker
Hier seine Selbstdarstellung:
07.05.2018
Ich bin deutscher Staatsbürger, aufgewachsen bin ich aber in Australien und Portugal, und habe auch in Schottland und Namibia gelebt. Ich spreche fließend Englisch, Deutsch und Portugiesisch. Da ich das Glück hatte, in verschiedenen Ländern aufzuwachsen und zu studieren, habe ich früh gelernt, mir neue Kulturen und Ideen zu erschließen.

Ich sammele gerade Arbeitserfahrung beim Afrikanischen Dachverband Nord e.V. Ich untersuche Fluchtursachen aus Afrika, mache auf Rassismus und Diskriminierung in Deutschland aufmerksam und übersetze auch.

Migration hat für mich einen wichtigen Stellenwert, sowohl im Studium als auch persönlich, da ich Deutschland sehr jung verlassen habe und nur kurz hier gelebt habe. Ich würde mich in der Zukunft gerne weiterhin beruflich mit dem Thema Migration beschäftigen.
Kontakt:
Timo Liebethal
Praktikant
ADV Nord e.V.
praktikum@adv-nord.org
An der IGS Mühlenberg erklangen vor einem begeisterten Publikum „Zigeunerweisen“ und "Tierstimmen" - das fulminante Abendkonzert im Theater am Aegi fand dagegen kaum Interesse
26.04.2018
Fast 800 SchülerInnen drängten sich am 25. April 2018 zum „Kinderkonzert“ der Roma und Sinti Philharmoniker in der Aula der IGS Mühlenberg – nach dem Umbau heißt sie heute Leonore Goldschmidt Schule. Die vielen Kinder und Jugendlichen kamen mit ihren LehrerInnen aus der IGS und zwei Grundschulen. Die Stimmung war großartig – es gab viel Applaus.


MiSO e. V.
Info- und Erlebnisstand von NeMO am 22. März - ein Bericht von Séverine Jean
16.04.2018
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand am 22. März 2018 in der Hannoverschen Innenstadt am Kröpcke ein Informations- und Erlebnisstand statt, welcher vom MISO-Netzwerk und Bundesverband NeMO organisiert wurde. Die Mitgliedsvereine von MISO waren am Stand präsent und informierten über ihre Inhalte und Tätigkeiten.
Ein Bericht vom Kammertheaterfestival MOST 2018 von Lesia Brezitska mit Fotos von Dimitrij Czepurnyi
16.04.2018
Vom 23. bis zum 28. März 2018 fanden im THEATER in der LIST acht einzigartige Aufführungen im Rahmen des VIII. Internationalen Kammertheaterfestivals MOST statt. Die Veranstaltungsreihe wählte die Form einer intensiven Theaterpraxis und kulturellen Austausches sowohl unter den Schauspielern selbst, als auch zwischen ihnen und deren Zuschauern.

29.06.
Tanz- und Musikgruppen von und für Kinder, Mitmachaktionen für alle!
Eine Kooperation mit dem Kulturzentrum Faust e.V.
Präsentiert von: kargah e. V.
von 15:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: frei
kargah e.V
Stärkestrasse 19a
30451 Hannover

Bei schlechtem Wetter findet das Fest in der Warenannahme der Faust (Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover) statt.
04.07.
Spielend Deutsch lernen und zusammen Spaß haben
Präsentiert von: kargah e. V.
17 Uhr
Eintritt: frei
kargah-Café
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
© Foto: Foto: Emine Akbaba
07.07.
Künstlerische Selbstportraits mit dem Smartphone
Präsentiert von: kargah e. V.
10 Uhr
Eintritt: frei; Anmeldung unter kathrin.apelt@kargah.de
Faust-Atelieretage
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
MiSO e. V.
15.08.
(nur für Vorstände und Einladungsgäste)
Präsentiert von: MiSO e. V.
16:30 Uhr
MiSO - Netzwerk Hannover
Mengendamm 12
30177 Hannover
MiSO e. V.
17.08.



Präsentiert von: MiSO e. V.
Anreise: Fr. 17.8.2018 14.00 Uhr Abreise: Sa. 18.8.2018 16.30 Uhr
Eintritt: frei, für MiSO-Mitglieder
Sonnenberg-Kreis e.V.
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg
25.08.
Das interkulturelle Begegnungs- und Bildungscafé tischt auf
Präsentiert von: kargah e. V.
14 - 19 Uhr
Eintritt: frei
Faustwiese und kargah-Haus
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
MiSO e. V.
19.09.
(nur für Vorstände und Einladungsgäste)
Präsentiert von: MiSO e. V.
16:30 Uhr
MiSO - Netzwerk Hannover
Mengendamm 12
30177 Hannover

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