Mitglieder stellen sich vor
Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit
MiSO e. V.
Eindrücke zur MiSO-Podiumsdiskussion über hannoversche Migrationspolitik am 05.09.2016
07.09.2016
Die Fraktionen im Rathaus zeigen sich in Sachen „Einwanderungsstadt“ – so wurde Hannover von Stefan Schostok unlängst auf der Migrationskonferenz benannt – gut aufgestellt. Das war zumindest das Fazit einer Podiumsdiskussion mit Ratspolitikern am Montagabend, zu der das MiSO-Netzwerk ins Lindener Kulturzentrum FAUST eingeladen hatte.

Nach der Begrüßung durch „Hausherren“ und MiSO-Vorstand Hans-Michael Krüger kam Moderator Georg May gleich zur Sache: „Alles rosarot in Hannover?“, lautetet die Einstiegsfrage des Geschäftsführers von Radio Leinehertz an die fünf eingeladenen Ratsfrauen und Ratsherren.

Auf dem Podium: Engelke, Markowis,Kastning, May, Förste und Jeschke
Auf dem Podium: Engelke, Markowis,Kastning, May, Förste und Jeschke

Unisono betonten alle, ihre Parteien seien in Sachen Migration „stark geöffnet“ und gut positioniert. „Wir brauchen diese Menschen einfach“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Wilfried Engelke: „Ich kann mir eine Stadt wie Hannover ohne Migranten gar nicht mehr vorstellen.“

Die konkrete Unterstützung migrantischer Organisationen sei aber eine große Herausforderung, betonte Grünen-Fraktionsvorsitzende Freya Markowis, die selbst slowenische Wurzeln hat: „Das ist blöderweise nicht so einfach“. Es fange schon damit an zu definieren, wer überhaupt als MigrantIn gelte.

Nach den einführenden Statements der PolitikerInnen ging es zum Forderungskatalog über, den MiSO zur Kommunalwahl vorgelegt hatte. Dabei wichtigstes Thema: Der Anteil von MigrantInnen in Politik, Rat und Verwaltung. „Eine Quote kann man da praktikabel nicht machen“, meinte Linken-Fraktionsvorsitzender Oliver Förste. Auch Georgia Jeschke, Sprecherin ihrer Partei im internationalen Ausschuss, sah in der CDU keine „Quotenmigranten“.

SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Kastning hielt ebenso eine Quote „für nicht praktikabel“. Wie sie betonten alle auf dem Podium, dass in ihren Parteien bereits zahlreiche MigrantInnen mitwirken, auch als Mandatsträger. Wilfried Engelke (FDP) betonte für alle die Bedeutung einer institutionellen Förderung von Migrantenorganisationen (MSO). Städtische Gelder sollten nicht nur kurzfristig sondern gleich für drei Jahre bewilligt werden.

Weitere Forderung: Das kommunale Wahlrecht. „Dieses sollte für alle Ausländer gelten, die eine Weile hier leben“, plädierte Christine Kastning (SPD). „MSO dienen der Politik nur als Alibi“, meinte der Vorsitzende des Vietnamzentrums Dang Chau Lam aus dem Publikum. „Die Mehrheit der Bevölkerung tut sich schwer mit der Vielfalt. Aber Teilhabe funktioniert nur auf Augenhöhe“.

„MSO müssen mit der lokalen Politik in einen dauerhaften Dialog eintreten“, sagte Georgia Jeschke (CDU). Wilfried Engelke (FDP) brachte es auf den Punkt: „MSO sind preiswerte kommunale Dienstleister. Gehen sie breitflächig in die Politik!“ Dem pflichtete Oliver Förste (Linke) bei: „Es ist wichtig, dass Sie Druck machen!“

Ein Thema am Rande war natürlich der Wahlerfolg der rechtspopulistischen AfD in Mecklenburg-Vorpommern. So ein Ergebnis von über 20 % sei bei der Kommunalwahl am kommenden Sonntag für Hannover nicht zu erwarten, meinten alle. Hier sei man eben durch die bisherige Politik viel besser aufgestellt. Dazu passte der allgemeine Wahlaufruf von MiSO-Vorstand Abayomi Bankole: „Ich gehe zur Wahl. Meine Nachbarn nehme ich mit. Du auch!“

(wobe)

Inklusive Schreib-Werkstatt der Lebens-Hilfe Hannover
07.02.2018

Viele Menschen brauchen eine leichte Sprache.

In dieser Schreib-Werkstatt

· sprechen wir über leichte Sprache.

· lernen wir Regeln von Leichter Sprache.

· schreiben wir eigene Texte in Leichter Sprache.

· prüfen wir Texte gemeinsam auf Leichte Sprache.

Treffpunkt: In der Lern-Oase im Freizeit-Heim Vahrenwald.

Dies ist in der Vahren-walder Straße 92

Jeder kann mitmachen.

Benötigen Sie Hilfe oder Assistenz?

Dann rufen Sie bitte vorher an.

Lebens-Hilfe: Angelika Schwager, Telefon (01 70) 30 15 12 0

Freizeit-Heim Vahrenwald: Magret Michaelsen, Telefon (05 11) 16 84 38 61

Wir treffen uns:

Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat ab 4. April.

Mittwochs, 16.00-17.30 Uhr. Die nächsten Termine: 4. April, 18. April, 2. Mai, 16. Mai.
Vortrag von Friederike Stahlmann - Dezember 2017 im Ballhof-Café
05.02.2018
Am 7. Dezember 2017 fand der Vortrag zum Thema „Afghanistan ist nicht sicher“ im Ballhof Café in Hannover statt. Organisiert wurde der Abend vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in Kooperation mit der IIK im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tag der Menschenrechte“. Die Referentin Friederike Stahlmann, welche Afghanistan-Spezialistin am Max-Planck-Institut ist, schilderte die politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnisse in Afghanistan in eindringlicher, plakativer und beeindruckend konkreter Weise.

Trotz der Proteste internationaler Menschenrechtsorganisationen hält die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan weiterhin für vertretbar. Der Vortrag diskutierte die Argumente, die von beiden Seiten vorgebracht werden, bot landeskundliche Hintergründe zu den vielfältigen Sicherheitsrisiken und diskutierte die besondere Situation abgeschobener Asylbewerber.

Die Referentin kam zu dem Schluss, dass die Lebensumstände im Heimatland für einen Rückkehrer derart prekär oder gar lebensbedrohend sind, dass eine Abschiebung aus Deutschland – über kurz oder lang – mit einer Abschiebung in den Tod gleichzusetzen sei. Insgesamt kamen viele interessierte Besucher, die vom Vortrag tief betroffen waren.
Warum verfolgt und tötet ihr uns? Wir sind Menschen wie ihr! Ihr seid Menschen wie wir!
05.02.2018
Bis in die 1990er Jahre wurden die Bezeichnungen Ezide, Jeside, Yezide und ezidische, jesidische, yezidische Kurden unterschiedslos gebraucht und außerhalb des 'Nahen Osten' fast ausschließlich auf die Menschen bezogen, die wegen Menschenrechtsverletzungen seit den 1980er Jahren die Türkei (Südostanatolien) verließen und überwiegend in Niedersachsen und Nordrhrein-Westfalen Gruppenasyl erhielten. Die Mehrheit von ihnen bezeichnete sich als dem 'Volk der Kurden' zugehörig und religiös Glaubensinhalten sowie Riten des Ezidentums verbunden. (…)

Nach dem Überfall des IS (Islamischer Staat) auf den Schingal ab Anfang August 2014, von den Peschmerga-Verbänden ohne Gegenwehr zugelassen, und nach den Massakern an der Bevölkerung wurde von den genannten Vereinen und ihren Partnern als Eigenname für alle mit dem Ezidentum verbundenen Menschen die Bezeichnung 'Yezide' proklamiert, wie z. B. in Ausgaben der Zeitschrift 'Bedrohte Völker' beobachtet werden kann (…).

Der Umgang mit den Eziden im Nordirak brachte die Islamisierungs- und Kurdisierungspolitik voran, teilte die Gemeinschaft zusätzlich in Lager und setzte Fluchtbewegungen ab Ende der 1990er Jahre nach Westeuropa in Gang. Diese Flüchtlinge nennen sich wie die im Schingal gebliebene Mehrheit mit
Menschen in der Ninive-Ebene und um Lalisch Eziden, Nachkommen der indigenen Bevölkerung der Landschaft Kurdistan. Sie zählen sich nicht zum 'Volk der Kurden.'

Die Zahl der nach Deutschland, Westeuropa und Skandinavien gekommenen Eziden aus dem Nordirak ist durch die Eziden gestiegen, die nach der Auflösung der UdSSR in den 1990er Jahren nach Westeuropa besonders aus Armenien und Georgien flohen, und durch die Eziden, die seit etwa 2000 Syrien verlassen. Vergleichbar den Yeziden aus der Osttürkei bestehen ihre Kontakte
vorzugsweise zwischen Menschen aus dem gleichen Herkunftsland. Statistische Erhebungen zu den Angehörigen des Ezidentums fehlen. Geschätzt wird, dass inzwischen mehr als 80.000 Menschen der Minderheit in Deutschland leben (…)

Die Gesprächspartner aus dem 'Nahen Osten' haben Vorschläge zur Revitalisierung des Ezidentums gemacht, z. B. zur Theologie und Anthropologie. Sie wollen zur Eingliederung der Eziden/Yeziden in die neue Heimat beitragen, die ezidische/yezidische Gemeinschaft an ihre Wurzeln und die anderen monotheistischen Religionen an das gemeinsame, sie alle und die gesamte Menschheit verbindende Gut erinnern, wie es von Eziden in Flüchtlingscamps in Südostanatolien und dem Nordirak regelmäßig gehört wird und so zusammengefasst werden kann: „Warum verfolgt und tötet ihr uns? Wir sind Menschen wie ihr! Ihr seid Menschen wie wir!“

Auszüge aus dem Vorwort. Die gesamte 48-seitige Broschüre mit Texten von Hasso Omriko, Dr. Lutz Brade, Bave Azad und Hatab Omar ist Ende 2017 erschienen und bei der Ezidischen Akademie erhältlich.

Nicole Okoye ist verantwortliche Fachpromoterin Migration & Entwicklung / Fluchtursachen beim Afrikanischen Dachverband Nord.
09.01.2018
Seit August 2017 ist der Afrikanische Dachverband Norddeutschland e.V. (ADV Nord e.V.) Träger der Fachstelle Migration und Entwicklung / Fluchtursachen im bundesweiten „Eine Welt-Promotor*Innen-Programm“. Nicole Okoye, die neue Fachpromotorin beim ADV Nord e.V., setzt sich für das Empowerment und für die Qualifizierung von Migrantenselbstorganisationen (MSO) in Niedersachsen ein. Zudem beschäftigt sich Fachstelle insbesondere mit dem Thema Fluchtursachen. Sie können sich gerne an die Fachpromotorin wenden, wenn Sie:
• sich mit den Themen Flucht, Fluchtursachen und Migration beschäftigen (möchten)
• sich als migrantische Organisation Unterstützung oder Beratung wünschen (Fördermöglichkeiten, Projektanträge, Vernetzung)
• eine Kooperationsidee zu den Themen Migration, Entwicklung und Fluchtursachen haben
• Veranstaltungen zu Migration, Flucht, Diaspora, Entwicklung oder Empowerment planen (möchten)

Kontakt:
Nicole Okoye
Fachpromotorin "Migration & Entwicklung / Fluchtursachen"
ADV Nord e.V.
nicole.okoye@adv-nord.org
Kurz vor Weihnachten 2017 startete erneut ein LKW mit Hilfsgütern für KurdInnen Richtung Irak
18.12.2017
"Wir haben heute diesen LKW aufgeladen, den kann man morgen um 9 Uhr beim Zollamt Hannover sehen," schreibt Abdul Hamid Khalil vom Deutsch-Kurdischen Hilfsverein Azadi am 17.12.2017. Die Spenden werden in den Nord-Irak geliefert. Die Männer von Azadi haben am vergangenen Wochenende in der Mecklenheidestraße (Hannover-Vinnhorst) die Ladefläche mit Hilfspaketen beladen. Darin enthalten sind Bekleidung, Schulbücher und andere Materialien für Kinder, aber auch Rollstühle. Es handelt sich um den 11. Transport, den der hannoversche Verein in die Kurdenregion organisiert.
23.02.
Offene Sprechstunde für Menschen mit spanischsprachiger Herkunft
Präsentiert von: Casa Latina e. V.
10:30 bis 13 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Linden
Windheimstraße 4
30451 Hannover
© Foto: Hannes Henkelmann
23.02.
Über 300 Reisende nahmen an der Freundschafts- und Friedensfahrt Druschba teil...
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
18 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: Tolstoi e.V.
25.02.
Im Rahmen des Deutsch-Russischen Kulturfrühlings ...
Präsentiert von: Tolstoi e. V. Hannover
15 Uhr
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
MiSO e. V.
26.02.
Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit
Präsentiert von: MiSO e. V.
18 - 20 Uhr
Eintritt: frei, bitte anmelden: anmeldung@miso-netzwerk.de oder Tel.: 0511 - 54571953
Can Arkadas
Münzstraße 3
30159 Hannover
MiSO e. V.
28.02.
Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ der Region Hannover
Präsentiert von: MiSO e. V.
16 bis 18 Uhr
Eintritt: frei; bitte anmelden
Regionshaus
Hildesheimer Straße 20
Raum 603 (6. OG)
30169 Hannover
01.03.
Offene Gruppe - Jeden 1. Donnerstag im Monat 18-20 Uhr im kargah-Café
Präsentiert von: kargah e. V.
18 bis 20 Uhr
Eintritt: frei
kargah-Café
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
© Foto: Bernd Ellerbrock
01.03.
Wie ein blaues Band zieht sich die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands 325 Kilometer durch die norddeutsche Tiefebene: der Mittellandkanal.
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
18:30 Uhr
Eintritt: 5 €, mit Hannover-Aktiv-Pass 2,50 €
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: IGS Linden
06.03.
Schülerinnen und Schüler der IGS Linden präsentieren die Ergebnisse ihrer Projektwoche
Präsentiert von: FAUST e. V.
Einlass: 17:30 Uhr
Kulturzentrum Faust
- Warenannahme -
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
© Foto: Nessrin Ahmo
08.03.
Am 8. März gestaltet der Frauentreff La Rosa ein tolles Programm
Präsentiert von: kargah e. V.
ab 16:30 Uhr
Eintritt: frei, exklusiv für Frauen
kargah-Haus & Faust Warenannahme
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
MiSO e. V.
16.03.
Präsentiert von: MiSO e. V.
15:30 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben
MiSO e. V.
06.04.
u.a. mit Neuwahlen des Vorstands, die alle 2 Jahre stattfinden
Präsentiert von: MiSO e. V.
16 - 19 Uhr
Eintritt: frei für MiSO-Mitglieder
steht noch nicht fest
08.04.
Musikschüler*innen aus Russland und Deutschland mit Alexander Osovitskiy
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
15 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: Jan Brannys
16.04.
Dauer der Ausstellung: Montag, 16.4. bis Freitag, 25.5.2018
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
Eintritt: frei
MiSO e. V.
16.04.
Samo.fa Projektwoche mit Geflüchteten in Kirchheim
Präsentiert von: MiSO e. V.
16. bis 22. April
Eintritt: frei, bitte anmelden
Zielgruppe: 28 junge Geflüchtete
Feriendorf Eisenberg "Günter Richta"
Kirchheim (Hessen)
19.04.
Spaß mit zwei lustigen Geschichten auf Deutsch und Russisch
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
15:30 Uhr
Eintritt: frei
Stadtbibliothek Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
27.04.
Ausstellung der Alzheimergesellschaft Hannover e.V. bis zum 25.Mai
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
01.05.
Die Initiative für Internationalen Kulturaustausch sucht noch MitmacherInnen zur Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen Festes auf dem FAUST-Gelände. Bitte melden unter: 0511 440484.
Präsentiert von: IIK e. V.
ab 12 Uhr
IIK
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
MiSO e. V.
17.08.



Präsentiert von: MiSO e. V.
Anreise: Fr. 17.8.2018 14.00 Uhr Abreise: Sa. 18.8.2018 16.30 Uhr
Eintritt: frei, für MiSO-Mitglieder
Sonnenberg-Kreis e.V.
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg

© 2018 MiSO-Netzwerk Hannover e. V.