Pinnwand MiSO-Mitglieder
MiSO e. V.
Ein Bericht von der Mitgliederversammlung am 30.06.2017
03.07.2017
Viele sind wohl schon im Sommerurlaub gewesen: Auf der Mitgliederversammlung am letzten Juni-Freitag im Mengendamm waren letztlich nur 12 Mitgliedsorganisationen von MiSO vertreten. Das reichte gerade für die Beschlussfähigkeit. Die war nötig, stand doch die Benennung eines Geschäftsführers an. Dieser soll die alltägliche Arbeit im Verein effektiver machen, denn MiSO hat in jüngster Vergangenheit eine rasante Entwicklung genommen, wohingegen die Strukturen von Vorstand und Büro die alten geblieben sind. Einstimmig beschloss jetzt das Plenum, Jan-Egil Gubenis (37), der seit fünf Jahren für MiSO arbeitet, mit voraussichtlicher Wirkung zum 1. Oktober 2017 zum Geschäftsführer zu bestellen. „Wir versprechen uns davon eine Entlastung“, meinte dieser nach der Abstimmung und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“

Raum nahmen auf dem Plenum die Berichte von den laufenden Projekten ein. Bei „House of Resources“ gab es zunächst Schwierigkeiten, alle Verwendungsnachwiese für die in 2016 geleisteten Förderungen zu bekommen. Für 2017 laufen noch Antragsfristen. Transparenz ist wichtig: Anträge und Entscheidungen sollen veröffentlicht werden, sobald das BAMF die Förderungen geprüft hat. „Neue Wurzeln“ hatte an den bisherigen Ausstellungsorten eine sehr positive Resonanz, auch in den Medien. Weitere öffentliche Orte haben bereits Interesse an der Wanderausstellung angemeldet. „Samo.fa“ hat mehrere Seminare durchgeführt, auch zu beruflicher Ausbildung. Es wurde u.a. eine Rahmenvereinbarung zur Ausbildung mit der Bäckerinnung geschlossen, vom 8.-15. Juli findet in Nordhessen eine Projektwoche mit 32 jungen Geflüchteten statt. Mit diesen Erfolgen sollte stärker geworben werden. „Wegbereiter-Wegbegleiter“ heißt ein aktuelles Programm eines privaten Sponsors, für das MiSO gerade einen Förderantrag stellt. Es soll über zunächst drei Jahre laufen. Inhaltlich geht es auch um die Integration junger Geflüchteter – insbesondere aus Afrika – in den Arbeitsmarkt.
(wobe)
Interkulturelles Fußballturnier erneut ein voller Erfolg
28.06.2017
Seit nunmehr 10 Jahren treten Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Polizeibeamte und Migranten auf dem Fußballplatz gegeneinander an. Beim "Kicken gegen Vorurteile" am Samstag, 24. Juli 2017, liefen acht Mannschaften im Erika-Fisch-Stadion auf. Dieses Jahr kamen rund 200 Zuschauer und 70 Aktive. „Gewonnen haben alle“, sagt Mitorganisator Abayomi Bankole.
Veranstalter waren der Afrikanische Dachverband Norddeutschland e.V. und die Polizei Hannover zusammen mit Migrantenorganisationen und der Landeshauptstadt Hannover. Bei diesem Fußballturnier jagen Hobbyfußballerinnen und -fußballer aus Migrantenorganisationen und der hannoverschen Polizei dem runden Leder hinterher. Dabei stehen nicht etwa eingespielte Teams einander gegenüber – alle teilnehmenden Athleteninnen und Athleten werden per Zufallslos einem Team zugewiesen und die so gemischten Mannschaften spielen in völlig neuen Aufstellungen mit teils unbekannten Gesichtern.
Foto: gEMiDe e.V.
Bericht von einem kurzweiligen Spiele-Nachmittag auf dem Faustgelände
21.06.2017
Die TeilnehmerInnen des Spielenachmittags flüchteten sich vor den hohen Außentemperaturen ins Innere der IIK und verbrachten den Nachmittag mit einem Kartenspiel. Zur Erfrischung gab es Wassermelone und frischen Eistee. Dieses Mal wurde Tarneeb gespielt, das seinen Ursprung im Libanon hat und in verschiedensten Versionen in vielen Ländern des mittleren Ostens beliebt ist. Der Name „Tarneeb“ bedeutet im Arabischen „Trumpf“, was im Wesentlichen auch das Spiel selbst beschreibt. Dieses Spiel wird in Paaren von zwei Personen gespielt. Jedes Paar erhält 20 Karten. Ziel ist es, diese Karten als erstes Team abzuwerfen. Die TeilnehmerInnen genossen den kurzweiligen, kühlen Nachmittag und freuen sich jeden zweiten Dienstag im Monat über interessierte MitspielerInnen!

Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK e.V.)
Zur Bettfedernfabrik 1, D-30451 Hannover, Tel. 0511 440484
Mehrsprachige Kunstwerkstatt für Kreative mit und ohne Fluchtgeschichte
16.06.2017
Wir sind eine Kunstwerkstatt für alle Kreativen, Neuankömmlinge und weiteren Stadteilbewohner*innen, für Jung und Alt, verschiedensprachige Menschen. In drei Workshops stellen professionelle Künstler*innen jeweils an zwei Tagen ihre Arbeiten vor und geben eine praktische Einführung in ihre Kunst. Wir bieten Raum für mehrsprachiges, künstlerisches Arbeiten und sind offen für alle! Die Workshops können in mehreren Sprachen stattfinden. Unsere Leiter*innen sprechen zusammen mehr als fünf Sprachen!

Collagekunst mit Jwan Al Khalaf:
Fr, 25.8., 16 - 19 Uhr & Sa, 26.8., 14 -17 Uhr
Jwan Al Khalaf (1983) hat Bildende Kunst in Damaskus studiert. In seinem Workshop spricht er über die Verbindung von der Collage als Kunstform und politisches Medium. In einem anschließenden praktischen Teil entstehen eigene Collagen in Verbindung mit Malerei oder Zeichnung.

Freie Malerei mit Elham Emambakhsh:
Fr, 15.9., 16 - 19 Uhr & Sa, 16.9. 14 - 17 Uhr
Elham Emambakhsh (1987) ist eine professionelle Künstlerin, die in Teheran studiert und in vielzähligen Städten ausgestellt hat. An den zwei Tagen wird sie eine Einführung in verschiedene Techniken des freien Malens geben und mit den Teilnehmenden eine eigene kleine Bilderreihe zu einem gemeinsamen Thema entwickeln.

Schreibwerkstatt für Frauen mit Mahabad Allaie:
Fr, 29.9., 17 - 19 Uhr & Sa, 30.9., 11 - 13 Uhr
Mahabad Allaie ist Autorin und Übersetzerin. Sie setzt sich für mehrsprachige Poesie ein und spricht selbst mehr als fünf Sprachen. In ihrer offenen Schreibwerkstatt gibt sie Frauen den Raum, ihre eigene Textform und Sprache zu finden. Es können Gedichte, Prosa oder journalistische Texte und vieles mehr entstehen.
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Anmeldung unter:
Laura Heda
Mail: laura.heda@kargah.de
Tel: 0511 12607827

Adresse: kargah e.V.
(In der Atelieretage auf dem Faustgelände / über dem Flüchtlingsbüro)
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
Theatervorführungen auf russisch im Freizeitheim Vahrenwald
29.05.2017
Die Theatergruppe „Version und Varianten“, der Direktor und der Gründer Herr Sergei Sirotkin, und die Tanzgruppe „Legende“, Leiterin Frau Julija Vulikh, waren am 26. März und am 14. Mai 2017 mit Aufführungen des Theaterstückes „Ruslan und Ludmila“ im Freizeitheim Vahrenwald zu Gast. Der Autor des Textes ist Herr Sergei Sirotkin, die Regie liegt bei Frau Natalija Demidova und Frau Julija Vulikh.

Das Theaterstück für Erwachsene ist eine originale Version des berühmten russischen Märchens „Ruslan und Ludmila“. Die Handlung spielt im alten Russland unter der Regierungszeit des Kiewer Großfürsten Wladimir. Dieser freut sich an der Hochzeit seiner schönen Tochter Ludmila und des tapferen adligen Ritter Ruslan, die einander sehr lieben. Urplötzlich wird gerade bei der Hochzeit die Braut Ludmila vom bösen Zauberer Tschernomor entführt. Der traurige Großfürst Wladimir verspricht Ludmila dem Ritter als Braut zu geben, der sie ihm zurückgeben wird.


MiSO e. V.
03.05.2017
MiSO bildet aus. Wir sind ein von der IHK Hannover geprüfter und anerkannter Ausbildungsbetrieb für die 3jährigen Ausbildungsberufe "Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement" und "FachpraktikerIn für Bürokommunikation".
24.04.2017
Seit Freitag, 14.4.2017, haben Kurdinnen und Kurden mit einem Hungerstreik in Hannover am Steintor/Ecke Kurt-Schumacher-Straße begonnen. In einem Zelt (Foto: Martin Tönnies) halten sie sich dort rund um die Uhr auf. Unter dem Motto „Solidarität mit dem Widerstand der Hungerstreikenden in den türkischen Gefängnissen“ wollen sie jeweils für drei Tage hungern. Die Aktion, die gleichzeitig in vielen anderen Städten anlief, ist zunächst für die Dauer eines Monats geplant.
Seit dem 15. Februar 2017 sind in verschiedenen türkischen Gefängnissen politische Gefangene in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. Die Gefangenen protestieren mit ihrer Aktion gegen unmenschliche Haftbedingungen, willkürliche Massenfestnahmen, militärische und politische Repression gegen die Zivilbevölkerung und die Isolation des Repräsentanten des kurdischen Volkes. 278 politische Gefangene befinden sich in der Türkei seit vielen Wochen im unbefristeten Hungerstreik. Sie sind täglich physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt. Dennoch herrscht in der Öffentlichkeit ein kollektives Schweigen.
12.04.2017
Bäche werden zu reißenden Flüssen, Schlammlawinen schlucken Häuser und Menschen. Das gefährliche Wetterphänomen "El Nino" führte im März in Peru zu zahlreichen Toten und massenhafter Obdachlosigkeit.
(Foto: Die Zeit)

Der hannoversche Verein Grupo Canela ruft zur Unterstützung für die Katastropenopfer in Peru auf:

Spenden auf das Konto der peruanischen Botschaft:
Embajador del Perú en Alemania, Elmer Schialer
Deutsche Bank AG
IBAN: DE96 1007 0000 0067 6692 03
BIC: DEUTDEBBXXX
Kennwort "Botschaft von Peru – Ayuda a Damnificados 2017"
Große Mehrheit für Wiederwahl - Koralia Sekler neugewählt
03.04.2017
Auf seiner Mitgliederversammlung am 14. März 2017 hat der Verein für Fabrikumnutzung und Stadteilkultur (Faust e.V.) seinen Vorstand für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Von den Mitgliedern mit großer Mehrheit wiedergewählt wurden Ingrid Lange, ehemalige hannoversche Bürgermeisterin, Chau Lam, Leiter des Vietnam-Zentrums Hannover und Vorstandsmitglied im Niedersächsischen Integrationsrat sowie der langjährige Faust-Mitarbeiter und Veranstaltungsleiter Jens Niezel.

Den Vorstand künftig verstärken wird Koralia Sekler, die erstmals für den Faust-Vorstand kandidierte und ebenfalls eine sehr deutliche Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhielt. Sekler befasst sich hauptberuflich mit jugendhilfepolitischen Themen. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit vielen Jahren im Bereich der Migration und Integration von Menschen mit Migrationsbiografien. Als Kuratorin des Gesellschaftsfonds Zusammenleben der Landeshauptstadt Hannover trägt sie konstruktiv zur Umsetzung des Lokalen Integrationsplans unserer Stadt bei. Sie ist Mitglied des Rundfunkrates des Norddeutschen Rundfunks und sitzt seinem Programmausschuss vor.

Koralia Sekler zeigte sich voller Tatendrang für Ihre neue Aufgabe: „Die Faust ist für mich kein klassisches Kulturzentrum. Die Geschichte des Ortes, die dort gelebte Vielfalt und Anerkennungskultur prägen seine Mitglieder und seine Besucherinnen und Besucher. Ich freue mich darauf, einen persönlichen Beitrag zu diesem vielfältigen Angebot leisten zu können.“ Für Ingrid Lange bedeutet die Vorstandsarbeit bei Faust auch Netzwerkarbeit: „Ich knüpfe vielfältige Verbindungen zu meiner ehrenamtlichen Arbeit im Lenkungskreis des ‚Runden Tisches für Gleichberechtigung gegen Rassismus’ und zur Vorstandsarbeit im Ausschuss ‚Soziale Verantwortung, diakonisches Handeln und ethische Grundsatzfragen’ im Stadtkirchentag Hannover.“

Chau Lam betonte die Bedeutung nachhaltiger interkultureller Arbeit: „Integration und die interkulturelle Öffnung sind keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Prozess zwischen den Einheimischen und den Migranten. Wir wollen die Vielfalt stärken und leben. Denn Vielfalt ist Zukunft”.

Im Vorfeld der Wahl haben Geschäftsführer Hans-Michael Krüger und der Vorstand das abgelaufene Geschäftsjahr resümiert und ein positives Fazit gezogen. 2016 war geprägt durch das 25-jährige Jubiläum des Kulturzentrums, die Wiedereröffnung des Kesselhauses Linden und eine vielfältige und erfolgreiche Projektarbeit, so zum Beispiel zum Tag der Menschenrechte 2016. Die erfolgte Umgestaltung der Kunsthalle Faust, die nun mehrere Monate im Jahr als Tanzhalle genutzt werden kann, gestaltete sich ebenfalls sehr positiv.

Die Kooperation mit Felix Landerer und Company sei hervorragend, so Geschäftsführer Krüger. Landerer & Company wurden am 27. März im Kulturzentrum Faust für ihre offenen Proben zum Tanztheaterstück „Revolte!“ mit dem Kulturpreis „pro visio“ der Stiftung Kulturregion Hannover ausgezeichnet. Das Jahr 2016 schloss mit einem ausgeglichenen Haushalt. Der Haushaltsplan für 2017 sieht einen Gewinn von 10.000 Euro vor, er wurde einstimmig verabschiedet.

28.03.2017
VII. Internationales Kammertheaterfestival MOST vom 28.03. – 01.04.2017
Eintritt: 15 Euro / Ermäßigungen möglich
Aufführungen in unterschiedlichen Sprachen (deutsch, englisch, russisch)
Informationen und Karten unter 0511 – 352 20 20 (Di. – Fr. 10:00 – 14:00 Uhr)
Wo?
THEATER in der LIST
Spichernstraße 13
30161 Hannover
Anfahrt:
Stadtbahn 1 oder 2 Hst. “Werderstraße” oder Bus 128 Hst. “Kriegerstraße”
1. Tag - Theaterstück "Produkt" (Deutschland, Stuttgart)
28. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Deutsch
2. Tag - Theaterstück "Puschkin Stand Up" (Kasachstan, Almaty)
29. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Russisch mit deutscher Moderation
3. Tag - Theaterstück "Solo aus dem Orchestergraben" (Schweden, Malmö)
30. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Russisch
4. Tag - New Orleans Musical "'33, a Kabarett" (USA, New Orleans)
31. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Englisch mit deutscher Moderation
5. Tag - Theaterstück "Heute weder Hamlet" (Deutschland, Hannover)
1. April, Beginn um 13.00 Uhr, auf Deutsch
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Inklusive Schreib-Werkstatt der Lebens-Hilfe Hannover
07.02.2018

Viele Menschen brauchen eine leichte Sprache.

In dieser Schreib-Werkstatt

· sprechen wir über leichte Sprache.

· lernen wir Regeln von Leichter Sprache.

· schreiben wir eigene Texte in Leichter Sprache.

· prüfen wir Texte gemeinsam auf Leichte Sprache.

Treffpunkt: In der Lern-Oase im Freizeit-Heim Vahrenwald.

Dies ist in der Vahren-walder Straße 92

Jeder kann mitmachen.

Benötigen Sie Hilfe oder Assistenz?

Dann rufen Sie bitte vorher an.

Lebens-Hilfe: Angelika Schwager, Telefon (01 70) 30 15 12 0

Freizeit-Heim Vahrenwald: Magret Michaelsen, Telefon (05 11) 16 84 38 61

Wir treffen uns:

Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat ab 4. April.

Mittwochs, 16.00-17.30 Uhr. Die nächsten Termine: 4. April, 18. April, 2. Mai, 16. Mai.
Vortrag von Friederike Stahlmann - Dezember 2017 im Ballhof-Café
05.02.2018
Am 7. Dezember 2017 fand der Vortrag zum Thema „Afghanistan ist nicht sicher“ im Ballhof Café in Hannover statt. Organisiert wurde der Abend vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in Kooperation mit der IIK im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tag der Menschenrechte“. Die Referentin Friederike Stahlmann, welche Afghanistan-Spezialistin am Max-Planck-Institut ist, schilderte die politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnisse in Afghanistan in eindringlicher, plakativer und beeindruckend konkreter Weise.

Trotz der Proteste internationaler Menschenrechtsorganisationen hält die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan weiterhin für vertretbar. Der Vortrag diskutierte die Argumente, die von beiden Seiten vorgebracht werden, bot landeskundliche Hintergründe zu den vielfältigen Sicherheitsrisiken und diskutierte die besondere Situation abgeschobener Asylbewerber.

Die Referentin kam zu dem Schluss, dass die Lebensumstände im Heimatland für einen Rückkehrer derart prekär oder gar lebensbedrohend sind, dass eine Abschiebung aus Deutschland – über kurz oder lang – mit einer Abschiebung in den Tod gleichzusetzen sei. Insgesamt kamen viele interessierte Besucher, die vom Vortrag tief betroffen waren.
Warum verfolgt und tötet ihr uns? Wir sind Menschen wie ihr! Ihr seid Menschen wie wir!
05.02.2018
Bis in die 1990er Jahre wurden die Bezeichnungen Ezide, Jeside, Yezide und ezidische, jesidische, yezidische Kurden unterschiedslos gebraucht und außerhalb des 'Nahen Osten' fast ausschließlich auf die Menschen bezogen, die wegen Menschenrechtsverletzungen seit den 1980er Jahren die Türkei (Südostanatolien) verließen und überwiegend in Niedersachsen und Nordrhrein-Westfalen Gruppenasyl erhielten. Die Mehrheit von ihnen bezeichnete sich als dem 'Volk der Kurden' zugehörig und religiös Glaubensinhalten sowie Riten des Ezidentums verbunden. (…)

Nach dem Überfall des IS (Islamischer Staat) auf den Schingal ab Anfang August 2014, von den Peschmerga-Verbänden ohne Gegenwehr zugelassen, und nach den Massakern an der Bevölkerung wurde von den genannten Vereinen und ihren Partnern als Eigenname für alle mit dem Ezidentum verbundenen Menschen die Bezeichnung 'Yezide' proklamiert, wie z. B. in Ausgaben der Zeitschrift 'Bedrohte Völker' beobachtet werden kann (…).

Der Umgang mit den Eziden im Nordirak brachte die Islamisierungs- und Kurdisierungspolitik voran, teilte die Gemeinschaft zusätzlich in Lager und setzte Fluchtbewegungen ab Ende der 1990er Jahre nach Westeuropa in Gang. Diese Flüchtlinge nennen sich wie die im Schingal gebliebene Mehrheit mit
Menschen in der Ninive-Ebene und um Lalisch Eziden, Nachkommen der indigenen Bevölkerung der Landschaft Kurdistan. Sie zählen sich nicht zum 'Volk der Kurden.'

Die Zahl der nach Deutschland, Westeuropa und Skandinavien gekommenen Eziden aus dem Nordirak ist durch die Eziden gestiegen, die nach der Auflösung der UdSSR in den 1990er Jahren nach Westeuropa besonders aus Armenien und Georgien flohen, und durch die Eziden, die seit etwa 2000 Syrien verlassen. Vergleichbar den Yeziden aus der Osttürkei bestehen ihre Kontakte
vorzugsweise zwischen Menschen aus dem gleichen Herkunftsland. Statistische Erhebungen zu den Angehörigen des Ezidentums fehlen. Geschätzt wird, dass inzwischen mehr als 80.000 Menschen der Minderheit in Deutschland leben (…)

Die Gesprächspartner aus dem 'Nahen Osten' haben Vorschläge zur Revitalisierung des Ezidentums gemacht, z. B. zur Theologie und Anthropologie. Sie wollen zur Eingliederung der Eziden/Yeziden in die neue Heimat beitragen, die ezidische/yezidische Gemeinschaft an ihre Wurzeln und die anderen monotheistischen Religionen an das gemeinsame, sie alle und die gesamte Menschheit verbindende Gut erinnern, wie es von Eziden in Flüchtlingscamps in Südostanatolien und dem Nordirak regelmäßig gehört wird und so zusammengefasst werden kann: „Warum verfolgt und tötet ihr uns? Wir sind Menschen wie ihr! Ihr seid Menschen wie wir!“

Auszüge aus dem Vorwort. Die gesamte 48-seitige Broschüre mit Texten von Hasso Omriko, Dr. Lutz Brade, Bave Azad und Hatab Omar ist Ende 2017 erschienen und bei der Ezidischen Akademie erhältlich.

Nicole Okoye ist verantwortliche Fachpromoterin Migration & Entwicklung / Fluchtursachen beim Afrikanischen Dachverband Nord.
09.01.2018
Seit August 2017 ist der Afrikanische Dachverband Norddeutschland e.V. (ADV Nord e.V.) Träger der Fachstelle Migration und Entwicklung / Fluchtursachen im bundesweiten „Eine Welt-Promotor*Innen-Programm“. Nicole Okoye, die neue Fachpromotorin beim ADV Nord e.V., setzt sich für das Empowerment und für die Qualifizierung von Migrantenselbstorganisationen (MSO) in Niedersachsen ein. Zudem beschäftigt sich Fachstelle insbesondere mit dem Thema Fluchtursachen. Sie können sich gerne an die Fachpromotorin wenden, wenn Sie:
• sich mit den Themen Flucht, Fluchtursachen und Migration beschäftigen (möchten)
• sich als migrantische Organisation Unterstützung oder Beratung wünschen (Fördermöglichkeiten, Projektanträge, Vernetzung)
• eine Kooperationsidee zu den Themen Migration, Entwicklung und Fluchtursachen haben
• Veranstaltungen zu Migration, Flucht, Diaspora, Entwicklung oder Empowerment planen (möchten)

Kontakt:
Nicole Okoye
Fachpromotorin "Migration & Entwicklung / Fluchtursachen"
ADV Nord e.V.
nicole.okoye@adv-nord.org
Kurz vor Weihnachten 2017 startete erneut ein LKW mit Hilfsgütern für KurdInnen Richtung Irak
18.12.2017
"Wir haben heute diesen LKW aufgeladen, den kann man morgen um 9 Uhr beim Zollamt Hannover sehen," schreibt Abdul Hamid Khalil vom Deutsch-Kurdischen Hilfsverein Azadi am 17.12.2017. Die Spenden werden in den Nord-Irak geliefert. Die Männer von Azadi haben am vergangenen Wochenende in der Mecklenheidestraße (Hannover-Vinnhorst) die Ladefläche mit Hilfspaketen beladen. Darin enthalten sind Bekleidung, Schulbücher und andere Materialien für Kinder, aber auch Rollstühle. Es handelt sich um den 11. Transport, den der hannoversche Verein in die Kurdenregion organisiert.
23.02.
Offene Sprechstunde für Menschen mit spanischsprachiger Herkunft
Präsentiert von: Casa Latina e. V.
10:30 bis 13 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Linden
Windheimstraße 4
30451 Hannover
© Foto: Hannes Henkelmann
23.02.
Über 300 Reisende nahmen an der Freundschafts- und Friedensfahrt Druschba teil...
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
18 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: Tolstoi e.V.
25.02.
Im Rahmen des Deutsch-Russischen Kulturfrühlings ...
Präsentiert von: Tolstoi e. V. Hannover
15 Uhr
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
MiSO e. V.
26.02.
Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit
Präsentiert von: MiSO e. V.
18 - 20 Uhr
Eintritt: frei, bitte anmelden: anmeldung@miso-netzwerk.de oder Tel.: 0511 - 54571953
Can Arkadas
Münzstraße 3
30159 Hannover
MiSO e. V.
28.02.
Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ der Region Hannover
Präsentiert von: MiSO e. V.
16 bis 18 Uhr
Eintritt: frei; bitte anmelden
Regionshaus
Hildesheimer Straße 20
Raum 603 (6. OG)
30169 Hannover
01.03.
Offene Gruppe - Jeden 1. Donnerstag im Monat 18-20 Uhr im kargah-Café
Präsentiert von: kargah e. V.
18 bis 20 Uhr
Eintritt: frei
kargah-Café
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
© Foto: Bernd Ellerbrock
01.03.
Wie ein blaues Band zieht sich die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands 325 Kilometer durch die norddeutsche Tiefebene: der Mittellandkanal.
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
18:30 Uhr
Eintritt: 5 €, mit Hannover-Aktiv-Pass 2,50 €
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: IGS Linden
06.03.
Schülerinnen und Schüler der IGS Linden präsentieren die Ergebnisse ihrer Projektwoche
Präsentiert von: FAUST e. V.
Einlass: 17:30 Uhr
Kulturzentrum Faust
- Warenannahme -
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
© Foto: Nessrin Ahmo
08.03.
Am 8. März gestaltet der Frauentreff La Rosa ein tolles Programm
Präsentiert von: kargah e. V.
ab 16:30 Uhr
Eintritt: frei, exklusiv für Frauen
kargah-Haus & Faust Warenannahme
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
MiSO e. V.
16.03.
Präsentiert von: MiSO e. V.
15:30 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben
MiSO e. V.
06.04.
u.a. mit Neuwahlen des Vorstands, die alle 2 Jahre stattfinden
Präsentiert von: MiSO e. V.
16 - 19 Uhr
Eintritt: frei für MiSO-Mitglieder
steht noch nicht fest
08.04.
Musikschüler*innen aus Russland und Deutschland mit Alexander Osovitskiy
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
15 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: Jan Brannys
16.04.
Dauer der Ausstellung: Montag, 16.4. bis Freitag, 25.5.2018
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
Eintritt: frei
MiSO e. V.
16.04.
Samo.fa Projektwoche mit Geflüchteten in Kirchheim
Präsentiert von: MiSO e. V.
16. bis 22. April
Eintritt: frei, bitte anmelden
Zielgruppe: 28 junge Geflüchtete
Feriendorf Eisenberg "Günter Richta"
Kirchheim (Hessen)
19.04.
Spaß mit zwei lustigen Geschichten auf Deutsch und Russisch
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
15:30 Uhr
Eintritt: frei
Stadtbibliothek Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
27.04.
Ausstellung der Alzheimergesellschaft Hannover e.V. bis zum 25.Mai
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
01.05.
Die Initiative für Internationalen Kulturaustausch sucht noch MitmacherInnen zur Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen Festes auf dem FAUST-Gelände. Bitte melden unter: 0511 440484.
Präsentiert von: IIK e. V.
ab 12 Uhr
IIK
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
MiSO e. V.
17.08.



Präsentiert von: MiSO e. V.
Anreise: Fr. 17.8.2018 14.00 Uhr Abreise: Sa. 18.8.2018 16.30 Uhr
Eintritt: frei, für MiSO-Mitglieder
Sonnenberg-Kreis e.V.
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg

© 2018 MiSO-Netzwerk Hannover e. V.