Pinnwand MiSO-Mitglieder
MiSO e. V.
03.05.2017
MiSO bildet aus. Wir sind ein von der IHK Hannover geprüfter und anerkannter Ausbildungsbetrieb für die 3jährigen Ausbildungsberufe "Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement" und "FachpraktikerIn für Bürokommunikation".
24.04.2017
Seit Freitag, 14.4.2017, haben Kurdinnen und Kurden mit einem Hungerstreik in Hannover am Steintor/Ecke Kurt-Schumacher-Straße begonnen. In einem Zelt (Foto: Martin Tönnies) halten sie sich dort rund um die Uhr auf. Unter dem Motto „Solidarität mit dem Widerstand der Hungerstreikenden in den türkischen Gefängnissen“ wollen sie jeweils für drei Tage hungern. Die Aktion, die gleichzeitig in vielen anderen Städten anlief, ist zunächst für die Dauer eines Monats geplant.
Seit dem 15. Februar 2017 sind in verschiedenen türkischen Gefängnissen politische Gefangene in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. Die Gefangenen protestieren mit ihrer Aktion gegen unmenschliche Haftbedingungen, willkürliche Massenfestnahmen, militärische und politische Repression gegen die Zivilbevölkerung und die Isolation des Repräsentanten des kurdischen Volkes. 278 politische Gefangene befinden sich in der Türkei seit vielen Wochen im unbefristeten Hungerstreik. Sie sind täglich physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt. Dennoch herrscht in der Öffentlichkeit ein kollektives Schweigen.
12.04.2017
Bäche werden zu reißenden Flüssen, Schlammlawinen schlucken Häuser und Menschen. Das gefährliche Wetterphänomen "El Nino" führte im März in Peru zu zahlreichen Toten und massenhafter Obdachlosigkeit.
(Foto: Die Zeit)

Der hannoversche Verein Grupo Canela ruft zur Unterstützung für die Katastropenopfer in Peru auf:

Spenden auf das Konto der peruanischen Botschaft:
Embajador del Perú en Alemania, Elmer Schialer
Deutsche Bank AG
IBAN: DE96 1007 0000 0067 6692 03
BIC: DEUTDEBBXXX
Kennwort "Botschaft von Peru – Ayuda a Damnificados 2017"
Große Mehrheit für Wiederwahl - Koralia Sekler neugewählt
03.04.2017
Auf seiner Mitgliederversammlung am 14. März 2017 hat der Verein für Fabrikumnutzung und Stadteilkultur (Faust e.V.) seinen Vorstand für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Von den Mitgliedern mit großer Mehrheit wiedergewählt wurden Ingrid Lange, ehemalige hannoversche Bürgermeisterin, Chau Lam, Leiter des Vietnam-Zentrums Hannover und Vorstandsmitglied im Niedersächsischen Integrationsrat sowie der langjährige Faust-Mitarbeiter und Veranstaltungsleiter Jens Niezel.

Den Vorstand künftig verstärken wird Koralia Sekler, die erstmals für den Faust-Vorstand kandidierte und ebenfalls eine sehr deutliche Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhielt. Sekler befasst sich hauptberuflich mit jugendhilfepolitischen Themen. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit vielen Jahren im Bereich der Migration und Integration von Menschen mit Migrationsbiografien. Als Kuratorin des Gesellschaftsfonds Zusammenleben der Landeshauptstadt Hannover trägt sie konstruktiv zur Umsetzung des Lokalen Integrationsplans unserer Stadt bei. Sie ist Mitglied des Rundfunkrates des Norddeutschen Rundfunks und sitzt seinem Programmausschuss vor.

Koralia Sekler zeigte sich voller Tatendrang für Ihre neue Aufgabe: „Die Faust ist für mich kein klassisches Kulturzentrum. Die Geschichte des Ortes, die dort gelebte Vielfalt und Anerkennungskultur prägen seine Mitglieder und seine Besucherinnen und Besucher. Ich freue mich darauf, einen persönlichen Beitrag zu diesem vielfältigen Angebot leisten zu können.“ Für Ingrid Lange bedeutet die Vorstandsarbeit bei Faust auch Netzwerkarbeit: „Ich knüpfe vielfältige Verbindungen zu meiner ehrenamtlichen Arbeit im Lenkungskreis des ‚Runden Tisches für Gleichberechtigung gegen Rassismus’ und zur Vorstandsarbeit im Ausschuss ‚Soziale Verantwortung, diakonisches Handeln und ethische Grundsatzfragen’ im Stadtkirchentag Hannover.“

Chau Lam betonte die Bedeutung nachhaltiger interkultureller Arbeit: „Integration und die interkulturelle Öffnung sind keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Prozess zwischen den Einheimischen und den Migranten. Wir wollen die Vielfalt stärken und leben. Denn Vielfalt ist Zukunft”.

Im Vorfeld der Wahl haben Geschäftsführer Hans-Michael Krüger und der Vorstand das abgelaufene Geschäftsjahr resümiert und ein positives Fazit gezogen. 2016 war geprägt durch das 25-jährige Jubiläum des Kulturzentrums, die Wiedereröffnung des Kesselhauses Linden und eine vielfältige und erfolgreiche Projektarbeit, so zum Beispiel zum Tag der Menschenrechte 2016. Die erfolgte Umgestaltung der Kunsthalle Faust, die nun mehrere Monate im Jahr als Tanzhalle genutzt werden kann, gestaltete sich ebenfalls sehr positiv.

Die Kooperation mit Felix Landerer und Company sei hervorragend, so Geschäftsführer Krüger. Landerer & Company wurden am 27. März im Kulturzentrum Faust für ihre offenen Proben zum Tanztheaterstück „Revolte!“ mit dem Kulturpreis „pro visio“ der Stiftung Kulturregion Hannover ausgezeichnet. Das Jahr 2016 schloss mit einem ausgeglichenen Haushalt. Der Haushaltsplan für 2017 sieht einen Gewinn von 10.000 Euro vor, er wurde einstimmig verabschiedet.

28.03.2017
VII. Internationales Kammertheaterfestival MOST vom 28.03. – 01.04.2017
Eintritt: 15 Euro / Ermäßigungen möglich
Aufführungen in unterschiedlichen Sprachen (deutsch, englisch, russisch)
Informationen und Karten unter 0511 – 352 20 20 (Di. – Fr. 10:00 – 14:00 Uhr)
Wo?
THEATER in der LIST
Spichernstraße 13
30161 Hannover
Anfahrt:
Stadtbahn 1 oder 2 Hst. “Werderstraße” oder Bus 128 Hst. “Kriegerstraße”
1. Tag - Theaterstück "Produkt" (Deutschland, Stuttgart)
28. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Deutsch
2. Tag - Theaterstück "Puschkin Stand Up" (Kasachstan, Almaty)
29. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Russisch mit deutscher Moderation
3. Tag - Theaterstück "Solo aus dem Orchestergraben" (Schweden, Malmö)
30. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Russisch
4. Tag - New Orleans Musical "'33, a Kabarett" (USA, New Orleans)
31. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Englisch mit deutscher Moderation
5. Tag - Theaterstück "Heute weder Hamlet" (Deutschland, Hannover)
1. April, Beginn um 13.00 Uhr, auf Deutsch
"Wir wollen nicht kämpfen, wir wollen reden!"
17.03.2017
Bis zum 10.März waren in Mittelfeld farbenfrohe Bilder von Kindern aus Russland und Deutschland zu sehen. Der Verein „Dialog Plus Integration“, der Nachbarschaftstreff Mittelfeld, der Verein „Kulturinitiative“ und das Projekt MDraWing von Marija Drozdetskaja haben zusammen diese Bilderausstellung organisiert.
In Rahmen diese Maßnahme gab es auch ein Gitarren-Duo-Konzert, das Kinder-Theaterstück „Rote Käppchen und Froschkönigin“ des Theaters „Version und Varianten“, eine Mal-Aktion für Kinder, eine Kinderdisko und Tanz für Senioren.
In der Ausstellung waren viele Besucher.

Hilfsverein sammelt Spenden für syrische Flüchtlinge
13.02.2017
Azadi, der Deutsch-Kurdische Hilfsverein für Syrer e.V., hat eine Basis in der Mecklenheidestraße 26 (30419 Hannover-Vinnhorst). Sie ist samstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Dort, in einem ehemaligen Bunker, sammelt Azadi Kleidung, Wolldecken und Schuhe für alle Altersgruppen und Jahreszeiten für syrische Flüchtlinge in Syrien und syrischen Nachbarländern. Außerdem werden dringend medizinische Produkte, Geräte und Hilfsmittel wie Krücken, Rollatoren und Rollstühle gesucht. Syrische Flüchtlingskinder würden sich sehr über Spielzeuge und Kinder- und Schulbedarf jeder Art und Form freuen. Spenden - darunter auch Möbel - werden auch an syrische und andere Flüchtlinge in Deutschland verteilt.

Kontakt:
azadi-ev@hotmail.de
0157 3 6283323 (Abdul Hamid Khalil)
23.01.2017
Nach dem chinesischen Kalender fällt das chinesische Frühlingsfest in diesem Jahr auf den 28. Januar. Es beginnt dann das Jahr des Hahnes. Wir hatten verabredet, an diesem Abend alle rote Kleidung zu tragen, weil in China rot die Farbe des Glücks ist.

Deshalb haben wir die Bräuche und Sitten und auch das Essen zu diesem Ereignis als Thema für unser Januar-Treffen genommen, und drei unserer chinesischen Freundinnen Lin Kurth, Xiaohong Roch und Tao Huang haben diesen Abend gestaltet.

Lin Kurth hatte einen schönen Vortrag über die Sitten und Gebräuche zum chinesischen Neujahrsfest vorbereitet. Dank der Unterstützung des "Houses of Ressources" konnten wir ihre Powerpointpräsentation mit Hilfe eines Beamers auf einer Leinwand ansehen.

Xiaohong Roch und Tao Huang haben die traditionelle chinesische Neujahrsspeise "Jiao Zi" mit verschiedenen Füllungen vorbereitet. Sie haben uns erzählt, wie man die Füllung zubereitet, und demonstriert, wie man aus der Füllung und einer kleinen Portion Teig die Teigtaschen formt, damit das Essen nach dem Kochen auch schön aussieht.

Damit wir das Essen auch genießen konnten, hatten sie zu Hause schon größere Portionen vorbereitet. Wenn man dieses leckere Essen genießt, möchte man eigentlich an jedem Tag Neujahr feiern.

Zum Schluß hatte Sarin noch eine sehr schöne Nachricht für uns: Sie hat die Zusage für ihre Einbürgerung erhalten, und in ein paar Wochen soll das Fest im Rathaus Hannover statt finden. Daher haben wir mit Unterstützung unserer deutschen Freundinnen schon einmal die Nationalhymne geübt.

Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden der Asiatischen Frauengruppe viel Glück und Gesundheit und viel Erfolg im Jahr des Hahnes.
06.01.2017
Der Nachhilfeunterricht beim Afrikanischen Dachverband Norddeutschland e.V. soll Schülern in erster Linie Spaß am Lernen vermitteln und aufzeigen, dass Erfolg und gute Noten sich gut anfühlen. Gleichzeitig wollen wir den Ehrgeiz unserer Schüler wecken, sich selbst höhere Ziele zu stecken und ihren eigenen Weg in unserer Gesellschaft zu definieren.
Ein engagiertes Team von mehr als 20 Lehrkräften unterschiedlichster kultureller Hintergründe steht unseren Nachhilfeschülern zur Verfügung. Schüler lernen in 90-minütigen Einheiten entweder alleine mit einer Lehrkraft oder in 2er-Gruppen, je nach Fach und persönlichem Bedarf. Hierbei werden nicht nur Schulhausaufgaben nachbearbeitet und Themen aus den vergangenen Unterrichtsstunden wiederholt, sondern generelle Perspektiven innerhalb des jeweiligen Schulfachs verdeutlicht und Zusammenhänge erklärt.
Das Angebot kann von jedem Schüler, ungeachtet der Herkunft, in Anspruch genommen werden. Unser Nachhilfeangebot ist sowohl auf Lehrer- als auch Schülerseite ein buntes Abbild der Gesellschaft in Deutschland. Wir leben eine integrative Gesellschaft jeden Tag.
Wenn Sie Interesse haben, kontaktieren Sie uns gern.
info@adv-nord.org oder Tel: 0511 – 2611582 bzw. 0511 - 3681538
MiSO e. V.
Buntes Programm mit international besetztem Chor bei samo.fa-Aktionstag in Hannover
28.11.2016
60 Besucherinnen und Besucher fanden am letzten Samstag den Weg in den großen Saal des Freizeitheim Linden. Highlight des bunten Nachmittags in Hannover-Linden unter dem Motto „Gemeinsam hier“: Der überwiegend aus Geflüchteten bestehende „Chor der Nationen“. „Hier darf jeder mitmachen, das ist der besondere Reiz“, kommentierte eine Sängerin. Geboten wurde unter anderem neben „Oh happy day“ auch „Amazing Grace“ oder „L’amour est un oiseau rebelle“ aus der Oper Carmen.

Mit einem Repertoire von Arie über Gospel bis persisches Volkslied umrahmten die 25 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Mohsen Khan die Vorstellungen verschiedener Personen auf dem orangefarbenen „samo.fa-Sofa“. Moderator Jo Schrader führte durch das Programm und befragte seine Sofa-Gäste.

Sein erster Gesprächspartner: MiSO-Vorstand Abayomi Bankole, der sich mit dem von ihm 2007 gegründeten Afrikanischen Dachverband Nord als „Brückenbauer“ in die deutsche Gesellschaft sieht. Sein Credo ist es, Diskriminierungen entgegenzuwirken und Integration zu fördern.

Weiter im Programm: Charlotte Randier, vom hannoverschen MiSO-Netzwerk und bei samo.fa. Was bewegt eine Frau aus Frankreich, sich in Deutschland für Migrantinnen und Migranten stark zu machen? Danach eine kurze Filmeinspielung zu „Welt-in-Hannover.de“, auf dem Sofa ein Interview mit Claudia Ermel über das vielsprachige Internetportal, das die Vielfalt der hannoverschen Gesellschaft widerspiegelt.

Refi Kahveci-Salman und Petra Maria Brandes vom Projekt „Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge 3“ berichteten über Schwierigkeiten und Chancen bei der Eingliederung von Geflüchteten in das Berufsleben. Diego Ramirez und Khaled Al Raghban stellten das Mit-Mach-Projekt „Gemeinsam.Welten.Teilen!“ vor, in dem es um das Weitergeben von Wissen und die Entwicklung gemeinsamer Idden unter anderem im wissenschaftlichen Bereich geht.

Besondere leckere Überraschung am Nachmittag: ein syrisches Büffet mit Fasoulia und Botates befarouge. Gekocht hatte die nunmehr berühmte Kochgruppe „Meet, Greet and Eat“. Das sind derzeit fünf junge Männer aus Syrien und der ehrenamtlich Engagierte Olaf Schultchen, erreichbar unter meetgreetandeat@gmx.net. Auf dem Sofa berichtete Olaf von den Anfängen seiner multi-kulti-Kochgruppe und den aktuellen Catering-Erfolgen in Hamburg und im Wendland.

(wobe)
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MiSO e. V.
Aktueller Imagefilm aus dem samo.fa-Projekt spielt auch in Hannover
08.12.2017
04.12.2017
Gefördert von Landeshauptstadt Hannover und Lotto-Sport-Stiftung bietet die Ezidische Akademie erneut eine gezielte Förderung Geflüchteter an.
"Viele derer, die in Deutschland derzeit Zuflucht suchen, sind Eziden, darunter viele Familien mit Kindern. Sie treffen hier auf eine gut integrierte ezidische Gemeinde. Die Asylverfahren von Eziden enden meist mit einer Anerkennung. Nur die schnelle Integration ist der Ansatz, um die Zufluchtsuchenden auf wirtschaftlich selbstständige Beine zu stellen und um präventiv gesellschaftlichen Konflikten entgegenzuwirken.
Hier möchte die Ezidische Akademie e.V. als Migrantenorganisation mit sehr guten Zugangsmöglichkeiten zur Zielgruppe, der Stadt Hannover mit folgenden Angeboten unterstützend zur Seite stehen:
- Aufklärung über die Rechte und Pflichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt
- Begleitung und Hilfe bei der Anerkennung der ausländischen Qualifikationen
- Vermittlung von Sprach- und Schreibkursen
- Unterstützung bei der Arbeitssuche und bei der erste Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber
- Erstellen von Bewerbungen mit Lebenslauf und Motivation
- Coaching für das Bewerbungsgespräch
- Computerkurse für den Umgang mit Word, Excel, Bildbearbeitung und neuen Medien
- Förderung der gegenseitigen interkulturellen Kompetenzen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern."
Das Angebot gilt ab dem 01.09.2017. Mehr Infos dazu können über info@ezidak.de erfragt werden.
Unter dieser Mailadresse kann auch ZEA - die Zeitschrift der Ezidischen Akademie - bestellt werden. Unlängst ist die 16. Ausgabe erschienen!

MiSO e. V.
Im Fokus des Abends am 30. November 2017 bei Kargah standen die Länder Sudan, Syrien, Türkei und Venezuela.
01.12.2017
"Menschenrechte weltweit": Eine Veranstaltung des MiSO-Netzwerks im Rahmen des des Bündnisses zum Tag der Menschenrechte 2017. Zu Beginn erinnerte MiSO-Geschäftsführer Jan-Egil Gubenis an die vorangegangene Veranstaltung vor genau einem Jahr. Damals war es um den Iran, Türkisch-Kurdistan, die Ukraine und Vietnam gegangen. Diesmal wurde die Menschenrechtslage im Sudan, in Syrien, der Türkei und Venezuela erörtert.
„Der tödlichste Punkt ist Europa“
22.11.2017
Informationsabend zur Situation von Geflüchteten in Libyen und auf dem Mittelmeer am 20.11.2017 in der FAUST-Warenannahme. Im Fokus: Die Abschottungspolitik der „Festung Europa“.

„Das liegt wohl am Regen“, meint Gastgeberin Lipi Ahmed von der Initiative interkultureller Kulturaustausch (IIK e.V.), als sich am Montagabend die Räumlichkeiten in der Warenannahme nur langsam füllen. Aber dann kommen doch rund 100 Interessierte zu dieser Bündnisveranstaltung im Rahmen des Tags der Menschenrechte 2017. Veranstalter sind neben der IIK auch der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und das Kulturzentrum FAUST.

„Der tödlichste Punkt ist Europa“, sagt Tankred Stöbe von Ärzte ohne Grenzen e.V., „doch im globalen Konzert der aufnehmenden Länder spielt unser Kontinent kaum eine Rolle“. Schwerpunkte bei den weltweit über 50 Millionen Flüchtlinge seien derzeit die Bewegungen von Myanmar nach Bangladesh und aus dem Südsudan nach Uganda. „„Für uns ist deshalb der globale Blick wichtig“, so Stöbe. Massenhaft gestorben allerdings würde im Mittelmeer. Hier ertrinken etwa zwei Prozent aller Bootsflüchtlinge. Allein auf der zentralen - der „tödlichsten“ - Route von Libyen nach Italien starben in diesem Jahr bereits 2.700 Menschen.

Ärzte ohne Grenzen beteiligt sich mit mehreren Schiffen an der Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer. Vertreten ist dort auch - mit derzeit zwei Schiffen und einem Aufklärungsflugzeug - die privat gegründete Organisation Sea-Watch e.V.. Deren Fotograf Fabian Melder berichtet über die beständige Rettung aus zumeist mit bis zu 150 Menschen hoffnungslos überfüllten Schlauchbooten. Man sei vor der libyschen Küste außerhalb der Hoheitsgewässer aktiv, die Einsätze werden von einer Leitstelle für Seenotrettung in Rom koordiniert.

„Was hat sich in jüngster Zeit geändert“, fragt Melder in seinem Vortrag. Die Antworten: Rückzug der EU-Missionen, Kriminalisierung von Flüchtlingen und von Rettungsorganisationen, Finanzierung, Ausbildung und Aggression der libyschen Küstenwache. Letztere gehe zumeist äußerst brutal gegen Bootsflüchtlinge und auch gegen deren Retter vor. „Eine Beugung internationalen Rechts“, sagt Melder.

Der „humanitäre Arzt“ (Selbstbezeichnung) Stöbe pflichtet ihm bei: „Wir beobachten eine deutliche Kriminalisierung der Retter“. Etwa ein Dutzend NGOs (Nichtregierungsorganistionen) seien derzeit vor der libyschen Küste aktiv, die Arbeitsbedingungen hätten sich aber durch die Abkommen der Europäer mit afrikanischen Ländern wie dem „Failed State“ Libyen extrem erschwert. Es erscheine manchmal so, als ob die Schlepper von einst in der nun aus Europa gesponserten Küstenwache „ein neues Geschäftsmodell“ entdeckt hätten.

Spannend wird es in der an die beiden Vorträge anschließenden Podiumsdiskussion, die Kai Weber vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. moderiert. „Wir müssen das Problem an der Wurzel packen“, meint die hannoversche Ratsfrau Georgia Jeschke, „und mit unseren Nachbarn in Afrika auf Augenhöhe zusammenarbeiten.“ Bei der Bekämpfung von Fluchtursachen müsse sich Europa „völlig neu aufstellen“.

Sabine Lösing, Europaabgeordnete der Linken, kontert: „Für Gespräche mit Libyen auf Augenhöhe fehlt mir die Phantasie!“. Millionengelder der EU gingen in „Border-control-Maßnahmen“. Bekämpfung von Fluchtursachen bedeute, so Lösing, Menschen an der Flucht zu hindern: „Das ist in hohem Maße problematisch und mit einem hohen Anspruch westlicher Werte nicht vereinbar“.

„Wir brauchen politische Mehrheiten, um zu überzeugen“, argumentiert Regierungsberater Gerald Knaus von der Europäischen Stabilitätsinitiative e.V. (ESI). Wichtig seien vor allem schnelle Asylverfahren, besonders auch für die in Italien und Griechenland angekommenen Flüchtlinge. Seine Rechtfertigung des EU-Türkei-Abkommens, an dessen Zustandekommen ESI mitgewirkt hat, stößt auf dem Podium und bei den Zuhörern im Saal auf Ablehnung. Nach fast dreistündiger Veranstaltung spricht eine Frau aus dem Publikum ihren Dank aus: „Das waren interessante Informationen, die weit über das hinaus gehen, was uns die Medien liefern“.

Wolfgang Becker
MiSO e. V.
Ein Wochenende mit jungen Geflüchteten vom 19. - 21. Januar 2018 in der Evangelischen Akademie Loccum
22.11.2017
TÜREN ÖFFNEN
Ein Wochenende für junge Leute,
die geflüchtet und noch nicht lange in Deutschland sind.
Wer kann teilnehmen? Etwa 40 junge Leute, 16-26 Jahre alt, die geflüchtet und noch nicht lange in Deutschland sind und die Kontakte zu MiSO e.V. haben. Wir respektieren Menschen aus aller Welt und aus allen Religionen.
Wann? 19. bis 21. Januar 2018 (Freitag bis Sonntag)
Wo? In Loccum (in der Nähe von Hannover), alle reisen gemeinsam an
Was kostet es? Es kostet 3 Euro.
Ihr könnt das Essen wählen (vegetarisch, ohne Schweinefleisch…).
Wo melde ich mich an? Bei Wolfgang Hellwig von MiSO e.V. Telefon: 0511-5457-1953 oder wolfgang.hellwig@miso-netzwerk.de
Was machen wir?
Wer neu in ein Land kommt, öffnet viele neue Türen:
Türen zu Freunden, Türen zu Schulen, Türen zu einer Ausbildung …
Welche Türen haben sich für Euch in Deutschland geöffnet?
Welche gingen leicht auf, welche schwer? Welche möchtet Ihr noch öffnen?
Wir sprechen über Ausbildung/Schule und andere Themen, die Euch interessieren.
Wir… tauschen uns untereinander aus,
sprechen mit Fachleuten (zum Beispiel aus der Ausbildung)
und mit Migrantinnen und Migranten, die schon länger in Deutschland leben.
Wir… haben Spaß miteinander,
spielen Theater,
malen und fotografieren.
Wir laden Euch herzlich nach Loccum ein!
Wolfgang Hellwig von MiSO e.V. und Susanne Benzler aus der Ev. Akademie Loccum
11.12.
Im Rahmen der Ausstellung "Collagen zur Demokratiegeschichte"
Präsentiert von: FAUST e. V.
19 Uhr
Eintritt: frei
Kulturzentrum Faust
Der Nachbarin Café
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
© Foto: Freizeitheim Vahrenwald
12.12.
Der Geschichtskreis und das Freizeitheim laden in vorweihnachtlicher Atmosphäre herzlich zu einem Planungstreffen zukünftiger Stadtteilspaziergänge ein.
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
16 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
13.12.
Im Rahmen des Interkulturellen Begegnungs- und Bildungscafés
Präsentiert von: kargah e. V.
17 Uhr
Eintritt: frei
kargah-Café
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
16.12.
Präsentiert von: LMDR e. V.
15 Uhr
Eintritt: frei
Epiphanias Kirchengemeinde
Hägewiesen 117
30657 Hannover
16.12.
Das Ezi-Fest (Cejna Ezi) ist der festliche Höhepunkt einer dreiwöchigen Fastenzeit...
Präsentiert von: Ezidische Akademie e. V.
16 Uhr
Eintritt: frei
Weißer Berg 3
31311 Uetze-Dedenhausen
© Foto: Ukrainischer Verein
17.12.
Seit dem Jahr 2006 präsentiert der ukrainische Chor „Kalyna“ ukrainische Kultur und insbesondere ukrainische Volkslieder auf verschiedenen Bühnen in Hannover und in ganz Niedersachsen.
Präsentiert von: UVN e. V.
16 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
19.12.
Eine Lesung von Christian Jakob (taz)
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
19 Uhr
Eintritt: frei
Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4
30161 Hannover
20.12.
Eine Diskussionsveranstaltung mit Aktiven aus der LGBTIQ-Bürger*innenbewegungsgeschichte in Hannover.
Präsentiert von: FAUST e. V.
19 Uhr
Eintritt: frei
Kulturzentrum Faust
Der Nachbarin Café
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

© 2017 MiSO-Netzwerk Hannover e. V.