Pinnwand MiSO-Mitglieder
Alle Menschen lachen in der gleichen Sprache

17.11.2017
Humor ist nicht alles. Aber alles ohne Humor ist nichts. Getreu diesem Motto hat uns der syrische Filmemacher und Autor Firas Alshater am Abend des 15.11.2017 in der FAUST-Warenannahme gezeigt, dass er zwar viel Leidvolles in seinem Leben erlebt hat und ihm auch immer noch von vielen Seiten Hass entgegenschlägt, er sich aber deswegen das Lachen nicht nehmen lässt. Der Fokus auf das Positive, auf die Komik in der Tragik ist das, was ihn leitet und antreibt: So mag er die gelegentlichen Hasskommentare unter seinen Youtube-Videos zwar zur Kenntnis nehmen, aber darauf eingehen – nein. Da beschäftigt er sich lieber eingehend mit den vielen Heiratsanträgen, die sich ebenfalls in den Kommentarspalten finden. Mit den begeisterten Reaktionen, den Liebesbekundungen und dem echten Interesse an seiner Arbeit. Natürlich auch mit Kritik, sofern sie denn konstruktiv ist.

Und so erzählt Firas. Von den grausamen Erlebnissen in seiner Heimat Syrien, von den Erinnerungen an die Misshandlungen im syrischen Gefängnis, als er wegen seiner Videodokumentationen vom Regime über Monate festgehalten und gefoltert worden ist. Von dem andauernden Freiheitskampf vieler syrischer Bürger, von der Selbstverständlichkeit, jeden Tag mindestens einen geliebten Menschen zu verlieren. Vom Ankommen in Deutschland, vom Warten im LaGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin) und den Bedingungen im Flüchtlingsheim, vom ersten Brief, den er in seinem Leben je bekommen hat – ein Brief vom Finanzamt mit seiner Steuernummer.

Auf die Frage, ob sich Firas je wieder vorstellen könne, nach Syrien zurückzukehren, antwortet er, er werde dort sein, wo er seine Meinung sagen kann. Denn solange das Assad-Regime an der Macht ist, wird es keine Freiheit für die syrischen Bürger geben, sagt Firas. Und das – das sei überhaupt das Allerbeste an Deutschland: Keine Angst zu haben davor, was man denkt und was man sagt. Und natürlich das, was viele hierzulande vielleicht für selbstverständlich halten: Frieden.

Rund 200 Gäste haben am Mittwochabend den Weg in die Warenannahme in der Faust gefunden und Firas‘ Geschichten zugehört. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hometown Hannover und der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK), deren Leiterin Mahjabin Ahmed in den Abend einleitete. Das Rahmenprogramm bildeten Rochdi Elsaffi, der eines seiner Gedichte vortrug, sowie Ido Adi, der zum Ausklang auf der arabischen Oud etwas vorspielte. Zum Schluss haben viele Gäste die Gelegenheit genutzt, Firas Buch „Ich komm auf Deutschland zu: Ein Syrer über seine neue Heimat“ zu kaufen und von ihm signieren zu lassen sowie sich manchmal auch noch eine Umarmung und ein Selfie mit ihm abzuholen. Ein Abend, der sicherlich eines gezeigt hat: Ein Lächeln ist der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen – und zwei Völkern.

Johanna Lal
27.09.2017
"Als Verein, der jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus ablehnt und die allgemeinen Menschenrechte vertritt, machen uns das Bundestagswahlergebnis und der damit verbundene Rechtsruck stark betroffen!
Wir betrachten das Erstarken rechtspopulistischer Parteien und die damit
verbundene fremdenfeindliche Ideologie mit großer Besorgnis. Dabei kritisieren wir, in welcher Weise insbesondere geflüchtete Menschen und Migrant*innen von diesen Gruppierungen entwertet und nationalistische und xenophobe Gedanken verbreitet werden.
Zudem ist es hochbedenklich, dass auf Kosten der Geflüchteten sowohl von Seiten der Medien als auch der Parteien Wahlkampf geführt wurde.
kargah e.V. setzt sich für eine vielfältige sowie solidarische Gesellschaft und ein offenes und friedliches Miteinander ein. Wir verstehen uns als interkulturelle Begegnungsstätte, die stets zu fortwährenden Dialogen und Diskussionen zwischen allen Menschen einlädt und rufen alle Bürger*innen auf, weiterhin mit Offenheit und Respekt aufeinander zuzugehen.
Das Wahlergebnis bestärkt uns darin, dass politische Bildung ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Anliegen ist und dringend intensiviert werden muss. Wir hoffen, dass auch andere Initiativen und politische Entscheidungsträger*innen ihre Bemühungen für die demokratische Teilhabe und Verantwortungsübernahme aller in Deutschland lebenden Menschen verstärken, so dass diese Gesellschaft tatsächlich zusammen
- und nicht auseinanderwächst.
Den Kampf für Gleichberechtigung und ein solidarisches Miteinander werden wir umso motivierter weiter bestreiten. Wir appellieren an alle
Bürger*innen und demokratischen Parteien, sich jetzt nicht rechtsnationalen Positionen anzunähern, sondern gemeinsam gegen
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aktiv zu werden!"
--
26.09.2017
kargah e.V.
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
Basteln und malen bietet die Möglichkeit, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen ...
26.09.2017
... mit Gleichgesinnten in den Austausch zu treten und soziale Kontakte zu pflegen, in gemütlicher Runde beisammen zu sein, Spaß und Freude an Selbstgeschaffenem zu erleben.
Basteln, werken, malen: Kreativitätsangebote können Freude und Farbe in das Leben von Erwachsenen bringen (sehr empfehlenswert für Senioren, die motorische Einschränkungen haben!). Das schönste am Basteln ist, dass die Teilnehmer am Ende etwas in den Händen halten, was sie selbst geschaffen haben.
Etwas selbst zu erschaffen, vermittelt das Gefühl: “Ich kann etwas!”
Lassen Sie sich von den kreativen Bastelideen in diesem Kurs verzaubern.
Probieren Sie es aus, unkompliziert und unverbindlich. Lassen Sie sich anregen, wenn Sie mögen, unter Anleitung eine Künstlerin Neues zu entdecken.
Zeit:
„Kreativgruppe: Malen, Basteln, Modellieren“
Montags von 17.00 bis 18.30 Uhr
„Kreativgruppe: Malen, Basteln, Modellieren“
Dienstags von 10.30 bis 12.00 Uhr
„Kreativgruppe: Handarbeit, Stricken, Häkeln, Schmuck herstellen“
Freitags von 17.00 bis 18.30 Uhr und 18.30 bis 20.00 Uhr
Ort:
Tolstoi e.V
Röselerstr. 1
30159 Hannover
Info:
0511 – 569 59 207 (Mo-Fr, 10 bis 13 Uhr)

Sommerfest der Initiative für Internationalen Kulturaustausch
20.09.2017
Fröhliche und interkulturelle Begegnungen in der FAUST-Warenannahme am 17. September 2017: An diesem Sonntagnachmittag feierten mehrere 100 Menschen das diesjährige IIK-Sommerfest.

„Zusammenhalt braucht Orte wie diesen“, sagte FAUST-Vorstandsmitglied Dang Chau Lam in seiner Begrüßung: „Es braucht Möglichkeiten zur Begegnung mit Menschen anderer kultureller Prägung. Durch Begegnung wächst Vertrauen und es werden mögliche Vorurteile abgebaut!“

Konzert Jugend Big Band am Entdeckertag
15.09.2017
Immer am zweiten Sonntag im September wird in der Region Hannover „Entdeckertag“ gefeiert. Mit dabei war diesmal auch die Jugend Big Band des Vereins Tolstoi mit einem fulminanten Konzert.

MiSO e. V.
Im Rahmen des House of Resources hat am letzten Augustwochenende bei MiSO eine interessante Veranstaltung mit Alice Lanzke (Neue Deutsche Medienmacher) stattgefunden.
29.08.2017
Wie schaffe ich es, in einem Interview meine Themen zu setzen?
Wie schreibe ich eine Pressemitteilung, die auch ankommt?
Und welches sind eigentlich die richtigen Kanäle für meine Medienarbeit?

Fragen wie diese beschreiben die alltäglichen Herausforderungen einer guten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Und diese wird mittlerweile auch für NGOs, migrantische Gruppen und Netzwerke sowie andere ehrenamtliche Initiativen immer wichtiger.

Engagierte/r Fachlehrer/in auf Honorarbasis ab 15.08.2017
zur Verstärkung unseres Projektteams im Projekt „Stark im Beruf“ gesucht!
10.08.2017
Junge Meisterpianisten aus Moskau zum ersten Mal in Hannover
26.07.2017
Bereits zum 16. Mal veranstaltete das Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk Hannover e. V. das alljährlich stattfindende beliebte Konzertformat „Die Stars von morgen aus Moskau“. Am 21.07.2017 spielten vier junge Meisterpianisten im Alter von 10 – 16 Jahren in der ausverkauften Friedenskirche. Vor dem Konzert gab es Gelegenheit, im Rahmen eines kleinen Interviews mehr über die Ausnahmetalente zu erfahren.

„Als ich 5 Jahre alt war, ließen mich meine Eltern ganz verschiedene Dinge ausprobieren. Die Musik zog mich dabei am meisten an. Meine damalige Lehrerin fand, dass aus mir ein guter Musiker werden könnte“, erzählt Timofej Vladimirov, mit seinen 16 Jahren der älteste der Gruppe. Geboren in Ufa im Ural, führte ihn sein Weg über verschiedene Zwischenstationen in das über 1000 km entfernte Moskau an die Zentrale Musikschule am Tschaikowsky-Konservatorium, die wie kaum eine andere Institution die Tradition der russischen Klavierschule versinnbildlicht. Hochbegabten Kindern und Jugendlichen bietet sich hier die Möglichkeit, unter allerbesten Voraussetzungen nicht nur das Spielen ihres Instruments zu erlernen, sondern auch zu selbstständigen Künstlerpersönlichkeiten heranzureifen.

„Ich habe mich für das Klavier als Instrument entschieden, weil einfach für dieses Instrument die meisten Stücke komponiert sind“, ergänzt Timofej, „es gibt so großartige Werke für dieses Instrument! Um sich diesem riesigen kulturellen Erbe anzunähern, ist das Klavier einfach die allerbeste Wahl!“

„Bei mir war es etwas anders“, hakt die 15-jährige Ekaterina Guliaeva ein. „Ich komme aus Sibirien. Bei uns gab es, wenn man als Kind Musik machen wollte, nur zwei Alternativen: Entweder man lernte volkstümliche Instrumente spielen, oder entschied sich für das Klavier.“

Mittlerweile sind sowohl Timofej, als auch Ekaterina Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe mit Gastspielen in vielen verschiedenen Städten Russlands als auch Europas. Für sie ist es bereits zur Gewohnheit geworden, aufzutreten. Doch wie empfinden die jüngsten der Vier die eigenen Konzerte? „Als ich zum ersten Mal mit fünf Jahren auf der Bühne stand, hatte nur meine Mama Lampenfieber, ich gar nicht“, erzählt die 10-jährige Alexandra Dovgan. „Später sagte meine Lehrerin immer, dass derjenige, der Lampenfieber hat, nicht genug geübt hat. Erst da erfuhr ich von so einer Sache und begann, es eine Weile zu haben. Aber inzwischen ist es nicht mehr da, ich stelle mir einfach vor, dass ich den Zuhörern ein Geschenk mache, und schon ist alle Angst verflogen“. Alexandra hat auf der kleinen Konzertreise nach Deutschland ihre Mutter mit dabei. Zum ersten Mal ohne Eltern auf Reisen ist der 11-jährige Daniil Trifonov. „Ich möchte so viel wie möglich Neues sehen und natürlich einen guten Auftritt hinlegen“, sagt er.

Was tut man vor dem eigenen Konzert? Heißt es da üben, üben, üben? „Nein, nicht unbedingt“, antwortet Alexandra, „unsere Lehrer sagen, am besten ist es, sich direkt vor einem Auftritt nicht zu überanstrengen, vielleicht eine halbe Stunde etwas Leichtes spielen“. Ekaterina: „Ich musste mich einmal intensiv auf ein kurzfristig angesetztes Konzert vorbereiten. In Moskau hat es gerade geschneit und am Abend vor meinem Auftritt zogen mich die Mädels, mit denen ich im Internat zusammenwohnte, nach draußen zur Schneeballschlacht. Anfangs blieb ich standhaft, weil ich doch wusste, dass man sich zu schonen hat, aber letztendlich ließ ich mich mitziehen. Und es trat ein, was eintreten musste, ich trug quasi alle nur erdenklichen Blessuren davon. Erstaunlicherweise verlief das anschließende Konzert ausgezeichnet. Seitdem ist es bei mir zur guten Tradition geworden, vor einem Konzert etwas eher Ungewöhnliches zu tun …“

Begleitet werden die jungen Musiker vom erfahrenen Musikpädagogen Vasilij Iwanowitsch Ermakov. Beobachtet man das Verhältnis zwischen den Schülern und ihrem Lehrer, fällt sofort ins Auge, dass jegliche Anspannung fehlt. Sie verbindet eine Mischung aus natürlicher, nicht aufgezwungener Autorität dem Pädagogen gegenüber, eine Art kollegialer Erfahrungsaustausch. „Ich selber begleite bereits zum fünften Mal Kinder und Jugendliche unserer Schule nach Deutschland“, erzählt er. „Wir spielen stets zwei Konzerte, eines hier in Hannover, das zweite beim Rheingau Musik Festival, zwei Tage später. Für die jungen Leute ist es eine unvergleichliche Erfahrung, so etwas wie die erste richtige Tournee.“

Text und Foto: Dimitrij Czepurnyi
Zum Ende des Fastenmonats Ramadan wurde ausgiebig gefeiert
05.07.2017
Der Fastenmonat Ramadan ist für Muslime aus aller Welt einer der wichtigsten Feiertage im Jahr, da nach islamischer Auffassung in diesem Monat der Koran herabgesandt worden ist.

Daher hat die IIK das Ende des Ramadans zum zweiten Mal zum Anlass genommen, am 26. Juni 2017 zum Fastenbrechen beziehungsweise zu عيد الفطر einzuladen. Gemeinsam mit vielen internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie der Miteinander 55plus-Gruppe vom gemeinsamen Kochen haben wir am letzten Montag im Juni wieder fröhlich gefeiert, gegessen und das gute Wetter genossen.

Die Gäste brachten eine große Auswahl an internationalen Speisen mit, so ergab sich ein reichhaltiges, vielseitiges Büffet. Daneben wurde von fleißigen Köchen an Kochstationen unter freiem Himmel Bulani – eine afghanische Teigtasche mit Gemüsefüllung – sowie Falafel zubereitet. Während viele draußen bei guten Gesprächen und gutem Essen die Sonne genossen, wurde drinnen zu afghanischer und arabischer Musik getanzt und getrommelt.
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Inklusive Schreib-Werkstatt der Lebens-Hilfe Hannover
07.02.2018

Viele Menschen brauchen eine leichte Sprache.

In dieser Schreib-Werkstatt

· sprechen wir über leichte Sprache.

· lernen wir Regeln von Leichter Sprache.

· schreiben wir eigene Texte in Leichter Sprache.

· prüfen wir Texte gemeinsam auf Leichte Sprache.

Treffpunkt: In der Lern-Oase im Freizeit-Heim Vahrenwald.

Dies ist in der Vahren-walder Straße 92

Jeder kann mitmachen.

Benötigen Sie Hilfe oder Assistenz?

Dann rufen Sie bitte vorher an.

Lebens-Hilfe: Angelika Schwager, Telefon (01 70) 30 15 12 0

Freizeit-Heim Vahrenwald: Magret Michaelsen, Telefon (05 11) 16 84 38 61

Wir treffen uns:

Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat ab 4. April.

Mittwochs, 16.00-17.30 Uhr. Die nächsten Termine: 4. April, 18. April, 2. Mai, 16. Mai.
Vortrag von Friederike Stahlmann - Dezember 2017 im Ballhof-Café
05.02.2018
Am 7. Dezember 2017 fand der Vortrag zum Thema „Afghanistan ist nicht sicher“ im Ballhof Café in Hannover statt. Organisiert wurde der Abend vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in Kooperation mit der IIK im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tag der Menschenrechte“. Die Referentin Friederike Stahlmann, welche Afghanistan-Spezialistin am Max-Planck-Institut ist, schilderte die politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnisse in Afghanistan in eindringlicher, plakativer und beeindruckend konkreter Weise.

Trotz der Proteste internationaler Menschenrechtsorganisationen hält die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan weiterhin für vertretbar. Der Vortrag diskutierte die Argumente, die von beiden Seiten vorgebracht werden, bot landeskundliche Hintergründe zu den vielfältigen Sicherheitsrisiken und diskutierte die besondere Situation abgeschobener Asylbewerber.

Die Referentin kam zu dem Schluss, dass die Lebensumstände im Heimatland für einen Rückkehrer derart prekär oder gar lebensbedrohend sind, dass eine Abschiebung aus Deutschland – über kurz oder lang – mit einer Abschiebung in den Tod gleichzusetzen sei. Insgesamt kamen viele interessierte Besucher, die vom Vortrag tief betroffen waren.
Warum verfolgt und tötet ihr uns? Wir sind Menschen wie ihr! Ihr seid Menschen wie wir!
05.02.2018
Bis in die 1990er Jahre wurden die Bezeichnungen Ezide, Jeside, Yezide und ezidische, jesidische, yezidische Kurden unterschiedslos gebraucht und außerhalb des 'Nahen Osten' fast ausschließlich auf die Menschen bezogen, die wegen Menschenrechtsverletzungen seit den 1980er Jahren die Türkei (Südostanatolien) verließen und überwiegend in Niedersachsen und Nordrhrein-Westfalen Gruppenasyl erhielten. Die Mehrheit von ihnen bezeichnete sich als dem 'Volk der Kurden' zugehörig und religiös Glaubensinhalten sowie Riten des Ezidentums verbunden. (…)

Nach dem Überfall des IS (Islamischer Staat) auf den Schingal ab Anfang August 2014, von den Peschmerga-Verbänden ohne Gegenwehr zugelassen, und nach den Massakern an der Bevölkerung wurde von den genannten Vereinen und ihren Partnern als Eigenname für alle mit dem Ezidentum verbundenen Menschen die Bezeichnung 'Yezide' proklamiert, wie z. B. in Ausgaben der Zeitschrift 'Bedrohte Völker' beobachtet werden kann (…).

Der Umgang mit den Eziden im Nordirak brachte die Islamisierungs- und Kurdisierungspolitik voran, teilte die Gemeinschaft zusätzlich in Lager und setzte Fluchtbewegungen ab Ende der 1990er Jahre nach Westeuropa in Gang. Diese Flüchtlinge nennen sich wie die im Schingal gebliebene Mehrheit mit
Menschen in der Ninive-Ebene und um Lalisch Eziden, Nachkommen der indigenen Bevölkerung der Landschaft Kurdistan. Sie zählen sich nicht zum 'Volk der Kurden.'

Die Zahl der nach Deutschland, Westeuropa und Skandinavien gekommenen Eziden aus dem Nordirak ist durch die Eziden gestiegen, die nach der Auflösung der UdSSR in den 1990er Jahren nach Westeuropa besonders aus Armenien und Georgien flohen, und durch die Eziden, die seit etwa 2000 Syrien verlassen. Vergleichbar den Yeziden aus der Osttürkei bestehen ihre Kontakte
vorzugsweise zwischen Menschen aus dem gleichen Herkunftsland. Statistische Erhebungen zu den Angehörigen des Ezidentums fehlen. Geschätzt wird, dass inzwischen mehr als 80.000 Menschen der Minderheit in Deutschland leben (…)

Die Gesprächspartner aus dem 'Nahen Osten' haben Vorschläge zur Revitalisierung des Ezidentums gemacht, z. B. zur Theologie und Anthropologie. Sie wollen zur Eingliederung der Eziden/Yeziden in die neue Heimat beitragen, die ezidische/yezidische Gemeinschaft an ihre Wurzeln und die anderen monotheistischen Religionen an das gemeinsame, sie alle und die gesamte Menschheit verbindende Gut erinnern, wie es von Eziden in Flüchtlingscamps in Südostanatolien und dem Nordirak regelmäßig gehört wird und so zusammengefasst werden kann: „Warum verfolgt und tötet ihr uns? Wir sind Menschen wie ihr! Ihr seid Menschen wie wir!“

Auszüge aus dem Vorwort. Die gesamte 48-seitige Broschüre mit Texten von Hasso Omriko, Dr. Lutz Brade, Bave Azad und Hatab Omar ist Ende 2017 erschienen und bei der Ezidischen Akademie erhältlich.

Nicole Okoye ist verantwortliche Fachpromoterin Migration & Entwicklung / Fluchtursachen beim Afrikanischen Dachverband Nord.
09.01.2018
Seit August 2017 ist der Afrikanische Dachverband Norddeutschland e.V. (ADV Nord e.V.) Träger der Fachstelle Migration und Entwicklung / Fluchtursachen im bundesweiten „Eine Welt-Promotor*Innen-Programm“. Nicole Okoye, die neue Fachpromotorin beim ADV Nord e.V., setzt sich für das Empowerment und für die Qualifizierung von Migrantenselbstorganisationen (MSO) in Niedersachsen ein. Zudem beschäftigt sich Fachstelle insbesondere mit dem Thema Fluchtursachen. Sie können sich gerne an die Fachpromotorin wenden, wenn Sie:
• sich mit den Themen Flucht, Fluchtursachen und Migration beschäftigen (möchten)
• sich als migrantische Organisation Unterstützung oder Beratung wünschen (Fördermöglichkeiten, Projektanträge, Vernetzung)
• eine Kooperationsidee zu den Themen Migration, Entwicklung und Fluchtursachen haben
• Veranstaltungen zu Migration, Flucht, Diaspora, Entwicklung oder Empowerment planen (möchten)

Kontakt:
Nicole Okoye
Fachpromotorin "Migration & Entwicklung / Fluchtursachen"
ADV Nord e.V.
nicole.okoye@adv-nord.org
Kurz vor Weihnachten 2017 startete erneut ein LKW mit Hilfsgütern für KurdInnen Richtung Irak
18.12.2017
"Wir haben heute diesen LKW aufgeladen, den kann man morgen um 9 Uhr beim Zollamt Hannover sehen," schreibt Abdul Hamid Khalil vom Deutsch-Kurdischen Hilfsverein Azadi am 17.12.2017. Die Spenden werden in den Nord-Irak geliefert. Die Männer von Azadi haben am vergangenen Wochenende in der Mecklenheidestraße (Hannover-Vinnhorst) die Ladefläche mit Hilfspaketen beladen. Darin enthalten sind Bekleidung, Schulbücher und andere Materialien für Kinder, aber auch Rollstühle. Es handelt sich um den 11. Transport, den der hannoversche Verein in die Kurdenregion organisiert.
23.02.
Offene Sprechstunde für Menschen mit spanischsprachiger Herkunft
Präsentiert von: Casa Latina e. V.
10:30 bis 13 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Linden
Windheimstraße 4
30451 Hannover
© Foto: Hannes Henkelmann
23.02.
Über 300 Reisende nahmen an der Freundschafts- und Friedensfahrt Druschba teil...
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
18 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: Tolstoi e.V.
25.02.
Im Rahmen des Deutsch-Russischen Kulturfrühlings ...
Präsentiert von: Tolstoi e. V. Hannover
15 Uhr
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
MiSO e. V.
26.02.
Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit
Präsentiert von: MiSO e. V.
18 - 20 Uhr
Eintritt: frei, bitte anmelden: anmeldung@miso-netzwerk.de oder Tel.: 0511 - 54571953
Can Arkadas
Münzstraße 3
30159 Hannover
MiSO e. V.
28.02.
Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ der Region Hannover
Präsentiert von: MiSO e. V.
16 bis 18 Uhr
Eintritt: frei; bitte anmelden
Regionshaus
Hildesheimer Straße 20
Raum 603 (6. OG)
30169 Hannover
01.03.
Offene Gruppe - Jeden 1. Donnerstag im Monat 18-20 Uhr im kargah-Café
Präsentiert von: kargah e. V.
18 bis 20 Uhr
Eintritt: frei
kargah-Café
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
© Foto: Bernd Ellerbrock
01.03.
Wie ein blaues Band zieht sich die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands 325 Kilometer durch die norddeutsche Tiefebene: der Mittellandkanal.
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
18:30 Uhr
Eintritt: 5 €, mit Hannover-Aktiv-Pass 2,50 €
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: IGS Linden
06.03.
Schülerinnen und Schüler der IGS Linden präsentieren die Ergebnisse ihrer Projektwoche
Präsentiert von: FAUST e. V.
Einlass: 17:30 Uhr
Kulturzentrum Faust
- Warenannahme -
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
© Foto: Nessrin Ahmo
08.03.
Am 8. März gestaltet der Frauentreff La Rosa ein tolles Programm
Präsentiert von: kargah e. V.
ab 16:30 Uhr
Eintritt: frei, exklusiv für Frauen
kargah-Haus & Faust Warenannahme
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
MiSO e. V.
16.03.
Präsentiert von: MiSO e. V.
15:30 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben
MiSO e. V.
06.04.
u.a. mit Neuwahlen des Vorstands, die alle 2 Jahre stattfinden
Präsentiert von: MiSO e. V.
16 - 19 Uhr
Eintritt: frei für MiSO-Mitglieder
steht noch nicht fest
08.04.
Musikschüler*innen aus Russland und Deutschland mit Alexander Osovitskiy
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
15 Uhr
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
© Foto: Jan Brannys
16.04.
Dauer der Ausstellung: Montag, 16.4. bis Freitag, 25.5.2018
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
Eintritt: frei
MiSO e. V.
16.04.
Samo.fa Projektwoche mit Geflüchteten in Kirchheim
Präsentiert von: MiSO e. V.
16. bis 22. April
Eintritt: frei, bitte anmelden
Zielgruppe: 28 junge Geflüchtete
Feriendorf Eisenberg "Günter Richta"
Kirchheim (Hessen)
19.04.
Spaß mit zwei lustigen Geschichten auf Deutsch und Russisch
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
15:30 Uhr
Eintritt: frei
Stadtbibliothek Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
27.04.
Ausstellung der Alzheimergesellschaft Hannover e.V. bis zum 25.Mai
Präsentiert von: FZH Vahrenwald
Eintritt: frei
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Str. 92
30165 Hannover
01.05.
Die Initiative für Internationalen Kulturaustausch sucht noch MitmacherInnen zur Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen Festes auf dem FAUST-Gelände. Bitte melden unter: 0511 440484.
Präsentiert von: IIK e. V.
ab 12 Uhr
IIK
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
MiSO e. V.
17.08.



Präsentiert von: MiSO e. V.
Anreise: Fr. 17.8.2018 14.00 Uhr Abreise: Sa. 18.8.2018 16.30 Uhr
Eintritt: frei, für MiSO-Mitglieder
Sonnenberg-Kreis e.V.
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg

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